Filmszene Der Vorname
Laura Dehmelt

Der Vorname: Der Junge soll Adolf heißen!?

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Wer schon einmal vor der Frage stand, mit welchem Namen man seinen Sprössling ins Leben schicken soll, der kann ungefähr nachvollziehen, welch eine Herausforderung das mitunter darstellen kann. Ist der Name in 20 Jahren überhaupt noch modern? Was sagt meine Familie zur Entscheidung? Gibt es eventuell berühmte Namensvetter, mit denen man nicht unbedingt Gutes verbindet?

Zumindest im zweiten Fall würden einem sofort ein paar Namen einfallen, die sofort aus dem Lostopf fallen würden, oder? Doch manche Menschen schrecken einfach vor nichts zurück und wie diese Entscheidungen dann bei Familie und Freunden ankommt zeigt Sönke Wortmanns Neuauflage des französischen Theaterstücks und Films “Der Vorname” (Kinostart: 18. Oktober 2018).

Darum geht’ s in Der Vorname

Es könnte gar nicht gutbürgerlicher beginnen: Literaturprofessor Stephan Berger (gespielt von Christoph Maria Herbst) und seine Frau Elisabeth Berger-Böttcher (gespielt von Caroline Peters), ihres Zeichens Lehrerin, haben zu einem gemütlichen Abendessen in ihr Haus geladen. Mit dabei ist nicht nur der Klassik-Musiker und Familienfreund René (gespielt von Justus von Dohnányi), sondern auch Elisabeths Bruder Thomas (gespielt von Florian David Fitz), Immobilienmakler, sowie seine schwangere Freundin Anna (gespielt von Janina Uhse), die sich allerdings erst später zur Runde gesellt.

Somit verpasst sie den fulminanten Auftakt der sich aufwirbelnden Diskussion um den Namen. Denn Thomas teilt der Runde mit, dass der ungeborene Sohn ausgerechnet Adolf heißen soll. Da sind Konflikte vorprogrammiert und diese werden nicht nur durch den zunehmenden Wein-Konsum absurder, sondern auch durch den rauchenden und trinkenden Auftritt der schwangeren Anna. Nach und nach kommen dann noch Sachen auf den Tisch, die scheinbar schon viele Jahre im Tiefen jedes Einzelnen schlummerten und nun endlich Gehör finden sollen. Da tritt die groteske Namenswahl schnell in den Hintergrund.

Kann man sein Kind wirklich Adolf nennen?

Wenn es nach Thomas geht, auf jeden Fall, aber muss das sein? Das ist sicher eine Frage des (gute) Geschmacks. Verboten ist dieser Name jedoch nicht mehr. Das findet Stephan auch nach einer kurzen Recherche auf dem Smartphone heraus. Es liegt lediglich im Ermessen des zuständigen Amtes. In der ehemaligen DDR war der Name Adolf jedoch strikt verboten.

Heute leben im gesamten Bundesgebiet mehr als 46.000 Menschen mit dem Namen Adolf. In den alten Bundesländern jedoch prozentual mehr als in den neuen. Und auch in jüngster Vergangenheit gab es Eltern, die ihrem Kind diesen Namen gaben. So wurde der Name zwischen 2006 und 2013 13 Mal vergeben und 46 Mal in den folgenden vier Jahren.

GEWINNSPIEL

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Der Vorname / Gewinn

Was ihr dafür tun müsst? Einfach die Antwort auf folgende Frage in den Kommentaren zum Gewinnspiel-Post auf der sohohmen.de-Facebook-Seite posten.

In welchem Land war der Name Adolf verboten?

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