Mann erntet Grünkohl
Redaktion

Superfood: Alternativen aus der Region

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In Sachen Ernährung sind bestimmte Modeerscheinungen oft schnell wortwörtlich in aller Munde. Meist handelt es sich dabei um exotische Lebensmittel aus möglichst fern gelegenen Ländern. Um als Superfood zu gelten, muss eine Pflanze mindestens aus Amerika, Australien, Afrika oder besser noch Asien stammen.

Goji-Beeren und Chia-Samen dürften hierfür als belegende Beispiele genügen. Dies verwundert insofern, als sich gesunde Alternativen zum täglichen Junk Food praktisch direkt vor der Tür finden lassen. Der Bedarf an Vitalstoffen wird selten gedeckt.

Exotische Lebensmittel enthalten ein hohes Maß an bestimmten für Gesundheit und Wachstum wichtigen Vitalstoffen. Neben Vitaminen fallen hierunter auch Iod, Zink, Eisen, Omega-3-Fette, Glutathion, Astaxanthin, Chlorogensäure und vieles mehr. Häufig sind in der täglichen Nahrung diese Stoffe nicht in ausreichendem Maße vorhanden. Dies wird schon dadurch deutlich, dass in der westlichen Welt etwa 40 Prozent der täglich aufgenommenen Kalorien dem Körper in Form von Getreideprodukten und Zucker zugeführt werden.

Beiden Varianten gemeinsam ist, dass die Zahl der enthaltenen Vitalstoffe gegen null tendiert. Nimmt man Kartoffeln hinzu, wird das Ungleichgewicht bei der Ernährung noch deutlicher, weil auch diese nur in geringem Maße vitale Nährstoffe enthalten. Wird dann auch bei den Hauptmahlzeiten auf Convenience-Produkte und Fast Food zurückgegriffen, gerät der Haushalt des Körpers endgültig aus der Balance.

Auf Pillen und exotische Früchte setzen?

Die Antwort vieler Verbraucher auf diese Mängel ist häufig der Verzehr von Multivitaminsäften und Magnesiumskapseln. Wer sich dagegen gerne Zeit zum Kochen nimmt, verwendet häufig besonders ausgefallene Arten von Obst und Gemüse, um den Alltag geschmacklich vielfältiger zu gestalten. Dagegen ist im Hinblick auf die Gesundheit nichts zu sagen, da diese Produkte eine Vielzahl für den Körper wichtiger Vitalstoffe liefern.

Die Ökobilanz einer Flug-Mango steht allerdings in krassem Widerspruch zu einem gesunden Denken. Schon gegenüber einer per Schiff nach Deutschland nach Deutschland gelangten gleichartigen Frucht verursacht eine Flugmango einen 170 mal größeren Ausstoß an CO2. Die heimische Vielfalt genießen Eine lange Vorrede hat etwas Ermüdendes. Trotzdem ist sie zuweilen gut und sinnvoll.

Etwa wenn es um die Ehrenrettung des Grünkohls geht. Schon 100 Gramm decken vier mal den Tagesbedarf an Vitamin K. Als Vitamin-Bomben taugen Chia-Beeren nicht wirklich mehr als hierzulande wachsende Früchte. Und was die Verbesserung der Verdauung durch fermentierte Lebensmittel betrifft, steht Sauerkraut den fernöstlichen Spezialitäten in nichts nach. Statt viel Geld für die lange Reise von Lebensmitteln zu bezahlen sollte lieber in Qualität vor Ort investiert werden. Eier in Bio-Qualität etwa enthalten alle Vitamine bis auf Vitamin C und decken den Tagesbedarf bei Vitamin D zu 35 Prozent und bei Vitamin B12 sogar zu 38 Prozent. Insofern liegt der Volksmund auch in Sachen Ernährung nicht wirklich falsch, weil das Gute tatsächlich äußerst nahe liegend ist.

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