Mann vor gezeichnetem Schloss
Andreas Fromm

Absurde Folgen der DSGVO

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Die DSGVO trat Freitag, am 25. Mai, in Kraft. Eigentlich soll die neue Verordnung Bürgern vor zu neugierigen Unternehmen schützen. Die Praxis sieht allerdings etwas anders aus.

Die Datenschutz-Grundverordnung ist gerade ein paar Tage alt, doch sorgt sie schon mit teils schwammigen Formulierungen eher für Panik als Klarheit und Konformität. Viele Firmen, aber auch Kirchen, Vereine und Blogger schalten ihre Angebote derzeit einfach ab – aus Angst die neuen Regeln nicht einhalten zu können. Ein Internet-Aktivist hat allein 300 Seiten gesammelt, die aufgrund der DSGVO seit dem 25. Mai nicht mehr erreichbar sind.

Kuriose Fälle aus dem Netz

Oath, der Betreiber von Yahoo, gibt sich transparent und erlaubt dem Nutzer, Werbetracker einzeln zu deaktivieren. Dazu muss sich der User bloß durch eine hunderte Einträge lange Liste arbeiten. Diese Liste zeigt indirekt und wahrscheinlich unbeabsichtigt, warum die DSGVO überhaupt erst nötig wurde.

Auf Twitter postet ein Nutzer das Foto seines Samsung-Kühlschranks. Der ging in den Streik und wollte seinen Dienst erst wieder aufnehmen, wenn den Privatssphäre-Richtlinien zugestimmt wurde.

Auch die verzweifelten Mails der Unternehmen sorgen für Gelächter. Kaum jemand hat Lust darauf, die zahllosen E-Mails zu öffnen, geschweige denn sie zu beantworten. So wird im Betreff dann mit Sätzen wie „Interessiert in günstige Flüge?“ mit aller Macht versucht, den User auf sich aufmerksam zu machen.

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