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Andreas Fromm

Google+ wird eingestellt

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Der Internetgigant Google zieht den Stecker für sein soziales Netzwerk Google+. Ben Smith, Google-Manager, schreibt in einem Blogpost, dass „erhebliche Schwierigkeiten“ bestünden das Netzwerk hinsichtlich Datenschutz und Privatsphäre zu gestalten. Das habe eine Untersuchung ergeben.

Verheerende Bilanz

Im Frühjahr startete Google die Untersuchung namens „Projekt Strobe“, bei der das Unternehmen seine Anwendungen untersucht, ob und inwiefern Entwickler von Drittanwendungen Zugriff auf Kundendaten erhalten. Googles Befürchtungen wurden wahr: Die gestiegenen Anforderungen der Nutzer an den Schutz der Privatsphäre konnte nicht erfüllt werden. Erschwerend kommt hinzu: „Google+ wird kaum genutzt: 90 Prozent der Nutzer-Sessions dauern weniger als fünf Sekunden“, so Smith. Eine katastrophale Quote. Die offensichtliche Unbeliebtheit des Dienstes veranlasst Google nun einen Schlussstrich zu ziehen und das Netzwerk wird eingestellt.

Zum Abschied gibt’s einen Bug

Bei der Untersuchung fiel Google ein eklatanter Mangel besonders ins Auge. In einer Schnittstelle von Google+ zu anderen Apps erhielten diese auch Zugriff auf nicht-öffentlichen Daten wie Alter, Beschäftigung und Geschlecht. Zugriff auf noch sensiblere Daten seien aber laut Smith nicht möglich gewesen. Das Ausmaß des Bugs sei indes schwierig einzuschätzen, Google spricht von etwa 500.000 betroffenen Usern.

Schlussendlich kam der Konzern zu dem Ergebnis, den Dienst zu schließen. Bis August 2019 haben die User nun Zeit ihre Daten zu sichern. Google+ soll aber als internes Netzwerk für Unternehmen weiterleben.

Google+ wurde 2011 ins Leben gerufen und sollte damals Facebook Paroli bieten. Facebook hatte zu dem Zeitpunkt bereits über 700 Millionen Nutzer. Zur Belebung des Netzwerks hatte Google Gmail- und YouTuber-Nutzern einen Account aufgezwungen, beides aber aufgrund massiver Beschwerden ein paar Jahre später wieder zurückgezogen. Nun zieht das Unternehmen für immer den Stecker.

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