Paar
Albert Gottelt

3 Fehler, die Paare machen und die zu weniger Sex führen

alles abspielen besuchen

Langjährige Paare machen oft dieselben drei Fehler, die letztlich dazu führen, dass sie kein erfülltes Sexleben mehr miteinander haben. Irene Fehr verrät, welche Fehler das sind und wie sie vermeidbar wären.

Während zu Beginn einer Beziehung noch alles frisch ist, lassen die Schmetterlinge mit der Zeit nach. In langjährigen Beziehungen herrscht daher oft ein ritualisiertes Liebesleben, das in Sachen Qualität und Quantität des Sex einer Abwärtsspirale ähnelt.

Schuld sind drei Fehler, die sich früher oder später in vielen Beziehungen wiederholen. Das zumindest ist die Beobachtung der Paartherapeutin Irene Fehr aus Kalifornien.

Fehler #1: Ständiges sexuelles Verlangen erwarten

Die Frage “Schatz, können wir heute Abend Sex haben?” dürfte für viele einem Lustkiller gleichkommen. Besonders Frauen zeigen sich abgeschreckt von derartigen Spontaninitiativen ihrer Partner.

Lösung: Irene Fehr sieht die Lösung im Verstehen weiblicher Libido. Diese ist eben nicht “an- und ausschaltbar”, sondern bedarf der Anregung und Stimulation.

Sowohl Männer als auch Frauen sollten anerkennen, dass für die meisten Frauen Sex kein “Ding” ist, das sie geben oder tun. Es ist ein “Zustand” der emotionallen und physischen Öffnung, in den sie versetzt werden wollen.

Fehler#2: Orientierung auf ein Ziel

Oft fokussieren sich Paare auf ein oder mehrere Ziele, die sie meinen erreichen zu müssen, um den Partner zufriedenzustellen. Beim Sex heißt das Ziel ganz oft “Orgasmus”. Dabei verkrampfen sich beide so sehr, dieses Ziel zu erreichen, dass sie oft gar nicht merken, wie das Ziel immer weiter von ihnen entfernt.

Lösung: Paare sollten wieder neugierig aufeinander sein. Sex sollte kein Lauf sein, an dessen Ende die Erreichung eines Ziels steht (nach dessen Nichterreichen Frustration und Demotivation stehen). Paare sollten beständig daran arbeiten sich neu zu entdecken. Das muss nicht unbedingt das Ausprobieren neuer Stellungen sein (obwohl das sicher auch dazu gehören kann). Gefragt sind beide Partner, sich emotional und physisch gegenseitig zu öffnen.

Fehler#3: Sich nicht mehr berühren (einfach so)

Viele Paare hören mit der Zeit auf, sich im Alltag gegenseitig zu berühren, sei es das Händchenhalten, das Streichen durch die Haare oder der Klaps aufs Hinterteil. Was frisch Verliebten noch ein inneres Bedürfnis ist, geht bei langjährigen Beziehungen verloren. Diese kleinen Berührungen sind deshalb so wichtig, weil sie für Intimität, Zuneigung und Verbundenheit sorgen. Und auch für sexuelle Stimulation.

Lösung: Liegt auf der Hand. Paare sollten nicht aufhören, sich gegenseitig zu berühren.

Originalartikel auf irenefehr.com

Bild: ©iStock

cool good eh love2 cute confused notgood numb disgusting fail