Kneipe ist gesund

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Aha!? Darum ist der Kneipen-Besucht gesund!

Hab ich ja schon immer gesagt”, murmeln sich jetzt garantiert einige in den mehr oder weniger ausgeprägt vorhandenen Bart. Aber wenn sich in Zukunft wieder jemand darüber beschweren sollte, dass ihr zu viel Zeit mit euren Freunden verbringt, könnt ihr demjenigen (oder derjenigen) ab sofort wenigstens ein paar Fakten unter die Nase reiben. Wer sich nämlich allgemein vorgenommen hat, weniger zu trinken, sollte seine Entscheidung jetzt vielleicht revidieren – oder in der Stammkneipe zum O-Saft greifen. Denn der Alkohol spielt hier eigentlich nur eine kleine Nebenrolle.

Freunde treffen hält gesund

Glaubt man dem Anthropologen Robin Dunbar, ist es gerade für Männer essentiell, sich regelmäßig mit Freunden zu treffen, um chronischen Krankheiten und vor allem Depressionen vorzubeugen.

Natürlich spricht Dunbar nicht ausdrücklich davon, dass das nur ein regelmäßiger Kneipen-Besuch mit den Freunden verhindern kann, aber es gehört neben sportlichen Aktivitäten und anderen sozialen Kontaktmöglichkeiten immerhin zu seinen Vorschlägen. Sollte wahrscheinlich auch so sein, schließlich wurde die Studie aus dem Jahr 2013 von keinem Geringeren als dem Guinness-Konzern finanziert. Aber egal. Fakt ist, dass seine Untersuchungen ergeben haben, dass Männer, die sich regelmäßig mit Freunden treffen, gesünder und glücklicher sind als diejenigen, die ihre vier Wände nur ungern verlassen oder einfach zu viel arbeiten. Hinzu kommt, dass sie sich außerdem schneller von Krankheiten erholen und allgemein großzügiger sind.

Eine Empfehlung von zwei Treffen pro Woche scheint Dunbar angemessen, um genau das zu erreichen und dabei sei es von großer Wichtigkeit, dass es sich hierbei um reale Treffen mit wirklichen Bekannten und/oder Freunden handelt. Heißt: kein stundenlanges Chatten via Social Media (auch wenn Männer angaben, dass daraus ein Fünftel ihres Tages bestünde) oder nächtliches Zocken mit der Gamer-Gemeinde.

Die Dunbar-Nummer

Robin Dunbar war es übrigens auch, der in den 1990er Jahren mit der eher zufälligen Erkenntnis für Aufsehen sorgte, dass man in seinem Leben mit nur circa 150 Personen (+/-) wirklich sozial agiert. Unser Kontingent an Freundschaften sei demnach also begrenzt. Wichtig ist bei dieser Zahl der regelmäßige Kontakt und die Prämisse, dass es “Menschen sind, mit denen man sich auch spontan in einer Bar zusammensetzen würde, wenn man sich zufällig begegnet.” Alles, was nicht in diesen Rahmen fällt, gehört auch nicht zu dieser Nummer.

Doch wie sieht das in Zeiten von Facebook und Co. aus? Auch darauf hat der Wissenschaftler – natürlich – eine Antwort (im Interview mit The Guardian), die seine These des regelmäßigen Treffens untermalt:

Die digitalen Entwicklungen helfen uns natürlich, in Kontakt zu bleiben, wo in der Vergangenheit Verbindungen einfach abgebrochen wären. Aber letztendlich müssen wir auch mal zusammen kommen, damit Beziehungen funktionieren. Letztendlich bauen nämlich alle Beziehungen auch auf Berührungen und wie das virtuell funktioniert, haben wir noch nicht ganz raus. Worte sind nicht immer eindeutig, und eine Berührung entspricht 1000 Wörtern – pro Tag!

Also, ihr habt es gehört! Trommelt eure Kumpels und Freunde zusammen und tut etwas für eure Gesundheit, indem ihr euch mindestens zwei Mal die Woche seht. Und wenn es nur ein Absacker in der Stammkneipe ist oder ein gemeinsamer Lunch in der Mittagspause.

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