Mann isst Erdbeere
Ben Pötke

Diäten für Männer – gibt’s das überhaupt?

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Auch die Herren der Schöpfung sollten auf ihr Gewicht achten. Knapp 75% der Männer in Deutschland sind übergewichtig. Doch sehen Männer das oft gelassener als Frauen und haben mit dem Hüftgold eher weniger Probleme. Dennoch sollte man also darauf achten, auch in jungen Jahren nicht zu viel auf den Rippen zu haben. Das Herzkreislaufsystem und die Gelenke leiden oft schwerer unter dem Übergewicht als man vermutet.

Abhilfe gegen die überflüssigen Pfunde versprechen hunderte von Diät-Tipps, vor allem für Frauen. Doch helfen die wirklich und wirken die auch beim Mann? Wir klären auf!

Männer nehmen anders ab!

Die meisten Diät-Tipps der Damen wirken nicht, da Männer anders abnehmen als Frauen. Die Ursache dafür ist simpel: Mann hat mehr Muskeln. Bei Radikaldiäten, die auf schnellen Gewichtsverlust in kurzer Zeit abzielen, werden beim Mann die Muskeln stärker angegriffen, da diese und Wasser zuerst abgebaut werden. Daher ist der Jojo-Effekt, sobald man wieder zu seinen alten Essgewohnheiten zurückkehrt, so gut wie vorprogrammiert. Also keine Nulldiäten oder Abnehmkuren. Das einzige, was wirklich ausdauernd helfen wird, ist die Umstellung deines Ernährungsplans.

Ernährungsplan: Was darf Mann essen?

Um den Bierbauch loszuwerden, muss man wohl oder übel in den sauren Apfel beißen – und das wortwörtlich! Es hilft nichts, denn frisches Obst und Gemüse müssen unbedingt auf den Speiseplan. Hinzu kommen die gesunden Kohlenhydrate, vorzugsweise gewonnen aus frischem Vollkornbrot oder Vollkornnudeln. Wohl am wichtigsten bei der Ernährungsumstellung ist die Eiweißlieferung. Diese hilft dabei, die Muskeln zu erhalten und aufzubauen. Gute Eiweißlieferanten sind besonders Hühnchen- und Putenfleisch, magerer Fisch oder Milchprodukte. Außerdem sollte man auf massig Salz oder Zucker verzichten. Sollte ein Heißhunger auf Süßes entstehen, sind Nüsse, Trockenobst oder Zartbitter-Schokolade die richtige Wahl.

Ein Gespräch mit einem Ernährungsberater, vor dem Start der Ernährungsumstellung, würde auch nicht schaden. Dort wird man unter anderem dazu beraten, wie man sich das Essen während eines Arbeitstages einteilen muss. Ein Kochbuch für gesundes Essen würde dem ein oder anderen männlichen Vertreter bei der Ernährungsumstellung sicherlich auch weiterhelfen.

Bezüglich der Flüssigkeitszufuhr sollte man während der Ernährungsumstellung wirklich nur auf Wasser oder ungesüßten Tee zurückgreifen. Fahren die Kumpels in die Bar oder in die Disco, kann man eigentlich auch keinen Alkohol trinken und sollte sich dazu zwingen, darauf zu verzichten. Das Feierabend- und das Fußballbier müssen auch erst einmal wegfallen.

Sollte mal eine geplante Mahlzeit ausfallen, kann man sich einen gesunden Snack, wie einen Müsliriegel oder ein gesundes Sandwich gönnen. Dennoch sollten die Mahlzeiten wenn möglich immer auch zum geplanten Zeitpunkt zu sich genommen werden. Man sollte versuchen, tatsächlich nicht rückfällig zu werden und vor allem auf Alkohol, Fertiggerichte oder Fast Food, fettige Speisen, Süßes und ungesunde Kohlenhydrate aus weißem Mehl verzichten.

Außerdem: Keine Mahlzeiten kurz vor dem Schlafengehen, das heißt keine Gute-Nacht-Snacks!

Fazit: Männer-Diäten gibt es nicht

Bei den Herren der Schöpfung hilft nur Nachhaltigkeit. Nur wer seine Ernährung sowie seine Aktivitäten aufeinander abstimmt, wird nachhaltig Erfolg haben. Durch kurze Fastenperioden werden nur Muskeln und Wasser abgebaut, nach kurzer Zeit sind diese wieder auf den Hüften oder man nimmt sogar noch zu. Das kann frustrieren und einen aufgeben lassen. Die Fettreserven werden nur bei nachhaltiger, gesunder Ernährung und aktiver sportlicher Betätigung abgebaut. Aber das gilt letzten Endes auch für die Frauen.

Eine klassische Männer-Diät gibt es einfach nicht. Denn die gängigen Diäten schlagen beim Mann nicht so gut an wie bei den Damen. Daher sollte man sich wirklich überlegen, ob man nur kurz einige Kilos loswerden oder längerfristig auf den Bierbauch verzichten will.

Da Ausnahmen allerdings die Regel bestätigen, erfahrt ihr oben im Video, warum ihr dann doch ab und an mal zum Bier greifen solltet.

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