Mann putzen
Albert Gottelt

Echt jetzt? Putzen könnte der Männer-Gesundheit schaden

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Na endlich! Eine belgische Studie will herausgefunden haben, dass Putz- und Reinigungsarbeiten bei Männern zu einem höheren Sterberisiko führen. Wer putzt, stirbt also früher?

Es wäre zu schön um wahr zu sein. Ein Studie in Belgien nahm die Sterblichkeit von Menschen unter die Lupe, die im Reinigungsgewerbe tätig sind. Und siehe da: Im Vergleich zu Menschen, die einer Bürotätigkeit nachgehen, konnten die Studienautoren Laura van den Borre und Patrick Deboosere tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Reinigungsberuf und früherer Sterblichkeit feststellen. Und jetzt kommt’s: Praktisch nur bei Männern! Untersucht wurden Personengruppen zwischen 1991 und 2011.

Doch bevor die Herren der Schöpfung sich fortan zurücklehnen und gänzlich aus der häuslichen Arbeit zurückziehen, sei folgendes Bedacht: Die Studie, bzw. die Interpretation der Daten könnte stark fehlerbehaftet sein, wie zwei Statistikexperten bei Spiegel Online schreiben. Sie monieren, dass Ursache und Wirkung verwechselt worden seien. Männliche Reinigungskräfte sterben nicht früher, weil sie Häuser reinigen, sondern vermutlich eher aus anderen Gründen bzw. Faktoren, die mit diesem Beruf in Verbindung stehen und bei Bürojobs weniger ausgeprägt sind (Stress, Zeitdruck, niedriges Einkommen).

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Außerdem bezieht sich die Studie ausschließlich auf professionelle Reinigungskräfte. Es bedeutet nicht, dass die private Hausarbeit ungesund ist!

Also Männer, nächste Studie abwarten!

Bild (Symbolfoto): ©iStock

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