Mann wird rasiert
Laura Dehmelt

Genetik oder Stress? Darum bekommen Männer graue Haare

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Ohne Ankündigung vermehren sie sich mehr oder weniger unauffällig und lassen sich irgendwann einfach nicht mehr stoppen: die grauen Haare! Wer sich beim morgendlichen Blick in den Spiegel fragt, womit er das verdient hat und warum zum Henker es jetzt schon soweit sein muss, dem könnte diese wissenschaftliche Erkenntnis vielleicht ein wenig Trost spenden.

Sicher, Frauen können angegrauten Häuptern à la George Clooney nur schwer widerstehen, aber trotzdem sind die ersten grauen Haare für einen Mann nicht immer einfach zu akzeptieren.

Warum wird das Haar grau?

Bei dem einen treten sie bereits in jungen Jahren auf, während andere bis ins hohe Alter verschont bleiben. Es scheint also keine wirkliche Regel dafür zu geben, wann und warum Mann mit grauem Haupthaar gesegnet (oder verflucht) wird. Klar war bisher nur, dass es eine genetische Veranlagung ist, die vor allem durch den Mangel an Melanin bestimmt wird. Denn die Melaninproduktion, die auch für die Augen- und Hautfarbe zuständig ist, lässt im Alter stetig nach.

Doch diese Erklärung war einigen findigen Wissenschaftlern zu wenig. Sie haben sich gezielt auf die Suche begeben und sind dabei auf ein bestimmtes Gen gestoßen, das unter anderem auch für das Entstehen der grauen Haare verantwortlich ist. Es musste ja schließlich einen Schuldigen geben! Genau genommen heißt der Schuldige IRF4.

Und was bringt uns das jetzt? Dadurch, dass das Gen identifiziert wurde, kann nun gezielt an und mit ihm geforscht werden, um vielleicht irgendwann einmal eine Pille oder ein Mittel zu erfinden, das den Prozess des Ergrauens gezielt stoppt. Es kann aber auch bei der Klärung von Verbrechen helfen, da sich mit dem ermittelten Gen die genaue Haarfarbe bestimmen lässt, was wiederum als Grundlage für Fahndungsbilder dienen kann.

ABER: In nur etwa 30 Prozent der Fälle, geht das graue Haar wirklich auf das Gen IRF4 zurück. Beim Rest entstehen die grauen Haare entweder durch andere genetische Faktoren oder sind das Ergebnis äußerer Einflüsse wie zum Beispiel Stress.

Graue Haare richtig pflegen

Man(n) kann aber auch einfach zu seinen grauen Haaren stehen und sie bewusst in Szene setzen. Seien es nur die grauen Schläfen, graue Spitzen oder ein komplett silbriges Haupt. Mit der richtigen Pflege und dem richtigen Schnitt kann man hier durchaus punkten.

Kleine Faustregel: Je grauer es wird, desto kürzer sollte das Haupthaar werden. Letzten Endes kommt es auch immer auf das Gesamtpaket an – graue Haare und ein cooler sportlicher Look lassen einen mitunter jünger wirken als man eigentlich ist.

Aber auch die richtige Pflege kann viel ausmachen. Deshalb sollte man bei grauem Haar möglichst zu den richtigen Produkten greifen. Darunter vor allem auch Shampoos oder Conditioner, die den oft auftretenden Gelbstich im grauen Haar unterbinden.

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