Mann geht / ©iStock
Laura Dehmelt

Männer, die kleine Schritte machen, sind häufiger impotent

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Weltweit leiden nach Schätzungen von Experten rund fünf Prozent der Männer unter einer erektilen Dysfunktion oder auch Impotenz. Die Dunkelziffer liegt vielleicht noch höher, weil nicht jeder Mann auch darüber spricht oder gar zum Arzt geht. Fakt ist: Die Erektionsstörung ist eine Belastung, denn ein befriedigendes Sexleben ist trotz sexueller Lust nahezu unmöglich. Die Ursachen für Impotenz können unterschiedlicher Natur sein – psychische Belastungen, Stress, Gefäßverkalkungen, Übergewicht oder Diabetes, aber auch Verletzungen des Schwellkörpers. Dass allerdings die Länge der Schritte ebenfalls für eine Impotenz verantwortlich sein kann, klingt erst einmal ungewöhnlich.

Der Schritt macht’s

Dr. Schingo Hatakeyama von der Hirosaki Universität in Japan behauptet allerdings genau das und hat diese Annahme in einer Studie mit 324 Männern untersucht. 

Die Forscher gingen nämlich davon aus, dass die Erektionsstörung etwas mit der Größe bzw. Länge der Schritte zu tun haben könnte.

Dazu wurden von jedem Mann genaue Angaben zum Gang gesammelt, also wie groß seine Schritte waren und wie weit sich die Füße beim Gehen vom Boden abhoben. Der Abstand von zwei Schritten wurde dann durch die Höhe des Schrittes geteilt. Damit erhielt man einen Wert, mit dem in Japan das Risiko einer verringerten Mobilität überprüft wird. Männer mit kleinen Schritten hatten einen Durchschnittswert von 153 cm, Männer mit großen Schritten einen Wert von 166 cm.

Im zweiten Schritt wurde bei den Männern die erektile Dysfunktion untersucht und mit einem internationalen Index kategorisiert. So zeigen zum Beispiel Werte von 25 bis 22, dass keine Dysfunktion vorliegt, wohingegen Werte von fünf bis sieben eine schwere erektile Dysfunktion anzeigen.

Anschließend wurden die Männer in zwei Gruppen geteilt, wobei die erste Gruppe aus Männern mit Werten unter 16 bestand und die zweite Gruppe aus Männern mit Werten über 16. Dabei stellte sich heraus, dass die Männer, die kleinere Schritte machten, eine 40 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit einer erektilen Dysfunktion aufwiesen.

Das starke Becken

Eine andere herangezogene Studie hat außerdem gezeigt, dass Männer, die kleine Schritte machen, ein schwächer trainiertes Becken hatten. Genau dieses unterstützt aber sowohl die Blase als auch die sexuelle Funktion. Heißt: Der Grad der erektilen Dysfunktion bei Männern, die kleine Schritte machen, hängt auch eng mit der Kraft des Beckens zusammen, da dieses durch kleine Schritte weniger beansprucht wird als durch große.

Das empfehlen die Forscher

Zum einen legen sie nahe, gezielt das Becken und den ganzen Körper zu trainieren, aber auch dazu überzugehen, bewusst größere Schritte zu machen, um die Beckenbodenmuskulatur automatisch im Alltag zu stärken.

Aber auch ganz einfache Übungen wie das Beckenkippen oder das Beckenheben können mehrmals die Woche ausgeführt für einen stärkeren Beckenboden sorgen.

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