Gehirn aus Werkzeug
Ben Pötke

So funktioniert euer Gehirn besser

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Unser Gehirn ist ein wichtiger und vor allem lebenswichtiger Teil unseres Körpers. Es bestimmt unsere Persönlichkeit und unser Verhalten. Daher ist es verwunderlich, dass so viele Menschen zwar großen Wert auf körperliche Fitness legen, ihre mentale Gesundheit jedoch oftmals außen vor lassen. Dabei ist es nicht schwer, auf sich und sein Gehirn zu achten.

Wir zeigen euch, wie ihr nachhaltig zur Gesundheit eures Gehirns beitragen könnt, um so auch noch im Alter fit im Kopf zu sein. Gleichzeitig wird durch mentale Fitness ein wichtiger Beitrag zur Vorbeugung von Krankheiten wie Demenz geleistet.

Du bist, was du isst!

Dieser Spruch kam immer dann von unseren Eltern, wenn wieder einmal der verhasste Brokkoli auf dem Mittagstisch stand. Doch wie so oft hatte Mutti auch hier recht, denn an dieser Weisheit ist einiges dran!

Unser Gehirn besteht zu etwa 60 Prozent aus Fett. Je mehr gute Fette bzw. ungesättigte Fettsäuren wir zu uns nehmen, desto leichter ist es für unser Gehirn, gesunde Fette aufzunehmen. Einfach gesättigte Fettsäuren werden vom Körper leichter verdaut und sind mit den mehrfach ungesättigten Fettsäuren ein essentieller Baustein unseres Stoffwechsels.

Quellen solcher ungesättigten Fettsäuren sind beispielsweise Samen (z. B. Chia- oder Sesamsamen, Sonnenblumen- oder Kürbiskerne – sogenannte „Superfoods“), einige Fischarten (z. B. Thunfisch, Sardinen, Lachs) oder Nüsse (z. B. Walnüsse). Unter dem Stichwort Brainfood findet man im Internet außerdem zahlreiche Beispiele für eine hirnfördernde Ernährung.

Im Gegenzug gilt es natürlich, ungesunde Stoffe wie Salz, Zucker, ungesunde Fette und natürlich Drogen weitestgehend zu reduzieren, wenn nicht zu vermeiden. Natürlich spricht nichts gegen einen Burger in der Mittagspause. Jedoch sollten solche Lebensmittel in Maßen verzehrt werden und eine Ausnahme bleiben.

Schlaf gibt dem Gehirn die nötige Ruhe!

Viele wissen, dass ein gesunder Nachtschlaf enorm wichtig für unseren Körper ist. Während der Körper ruht, bleibt unser Gehirn aktiv und kann sich auf Aktivitäten beschränken, für die über den Tag keine freien Kapazitäten vorhanden waren. Erlebnisse vom Tag werden verarbeitet, gespeichert oder vergessen und zu Erinnerungen und Erkenntnissen verarbeitet.

Wenig oder gestörter Schlaf kann dazu führen, dass Gehirnfunktionen beinträchtigt werden. Die Folge können psychische und emotionale Schwierigkeiten sein. Forscher empfehlen daher, mindestens sechs bis sieben Stunden täglich durchgängig zu schlafen. Dabei sollte ein möglichst gleichbleibender Schlafrhythmus eingehalten werden.

Ein fitter Körper für ein gesundes Gehirn

Sport verbessert nicht nur unseren körperlichen Gesundheitszustand, er lässt auch in unserem Gehirn positive Effekte entstehen. Durch die angeregte Durchblutung wird Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorgebeugt, wodurch auch das Risiko von Demenzerkrankungen und Alzheimer minimiert wird.

Das Gehirn profitiert bereits von leichten sportlichen Aktivitäten wie Gehen, Fahrrad fahren oder Tanzen, wobei ein abwechslungsreiches Sportprogramm den größten Nutzen für das Gehirn bringt. Natürlich sollte nicht übertrieben werden, denn zu extremer Sport ist eher schädlich für den Körper.

Soziale Kontakte stärken das Gehirn

Schon in der Kindheit ist der Kontakt zu anderen Menschen essentiell für die Entwicklung und die Stärkung der kognitiven Fähigkeiten. So spielen auch im weiteren Leben soziale Kontakte eine große Rolle. Lachen beispielsweise löst im Gehirn eine positive Kettenreaktion aus. Körpereigene Glückshormone wie Dopamin werden freigesetzt und wirken sich positiv auf unser Wohlbefinden aus.

Durch die Pflege sozialer Beziehungen, beispielsweise durch Sport in der Gruppe oder regelmäßige Abende mit Freunden, wird unser Gehirn gestärkt und Krankheiten wie Demenz wird vorgebeugt. Gleichzeitig tragen soziale Kontakte zum allgemeinen Wohlbefinden bei und bauen Stress ab. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, die Beziehungen nur aufrecht zu erhalten, solange selbst ein positiver Effekt bemerkt werden kann. Schädliche Beziehungen verursachen nämlich wieder Stress und wirken sich dann auch negativ auf den Körper und das Gehirn aus.

Man lernt nie aus, denn wer rastet, der rostet

Mentale Fitness ist ein großer Faktor in Bezug auf ein gesundes Gehirn. Menschen, die stets ihr Köpfchen anstrengen und fordern, haben ein weitaus geringeres Risiko, an Demenz zu erkranken. Auch wenn das Gehirn, wie häufig sprichwörtlich behauptet, kein Muskel ist, kann mentales Training die Gehirnleistung und –gesundheit festigen und steigern.

Dabei gibt es viele Möglichkeiten, das Gehirn durch regelmäßigen Input zu beschäftigen und zu fordern. Schach spielen fördert die Gehirngesundheit ebenso wie das Erlernen eines Instruments oder einer neuen Sprache. Vor allem Fremdsprachen werden als regelrechtes Wundermittel gesehen. Eine Studie zeigte, dass zweisprachige Menschen im Durchschnitt vier Jahre später an Demenz erkranken als einsprachige. Auch regelmäßiges Lesen kann hilfreich sein und erhöht beispielsweise die Konzentrationsfähigkeit.

Es wird davon ausgegangen, dass das Gehirn seine komplette Leistungsfähigkeit nur etwa bis zum dreißigsten Lebensjahr beibehält. Ab dann ist es besonders wichtig, dem Abbau der Gehirnleistung durch mentale Aktivitäten wie Lesen, Schreiben oder Rätseln entgegenzuwirken.

Unsere mentale Gesundheit und die Gehirnleistung werden von vielen Faktoren und Einflüssen bestimmt. Das Ziel sollte es sein, eine gesunde Mischung aus allen Tipps zu finden und sich nicht nur auf einen Punkt zu konzentrieren. Eine rundum gesunde Ernährung bei ausreichend Bewegung und Schlaf und der regelmäßigen Pflege von sozialen Kontakten sind das beste Mittel, um das Gehirn auf Trab zu halten. Schädliche Einflüsse wie ungesundes Essen, Schlafmangel oder zu viel Stress sollten auf ein Minimum reduziert werden.

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