social media depressionen
Stephanie Duscha

Studie belegt Zusammenhang zwischen Social Media und Depressionen

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Damit ist es offiziell. Was Eltern, Lehrer und Forscher schon lange vermutet haben, wurde nun in einer wissenschaftlichen Studie belegt: Social Media kann das Risiko einer Depression erhöhen.

Verzerrte Realität

Facebook, Instagram, Snapchat & Co.: Soziale Netzwerke sind aus dem alltäglichen Leben kaum noch wegzudenken. Vor allem bei Teenagern sind die Dienste besonders beliebt. Sie ermöglichen es, immer und überall erreichbar zu sein, Gedanken und Erlebnisse mit der ganzen Welt zu teilen und sich selbst darzustellen. Dass die angezeigten Fotos und Videos nur wenig mit der Realität und dem tatsächlichen Alltag derjenigen, die hinter den Accounts stecken, zu tun hat, vergessen die meisten Jugendlichen. Sie wollen nur Klicks, Likes und Anerkennung. Denn heutzutage wird der Wert eines Menschen anhand der Anzahl der Follower gemessen.

Die Folge: Fremde Menschen werden aufgrund ihres Aussehens und ihrer Lebensweise zu Vorbildern. Junge Menschen leider daher häufig unter Depressionen auslösenden Symptomen wie Konkurrenzdruck, verzerrten Selbstbildern und Schlafstörungen.

Die American Psychological Association (APA) hat dies nun mittels in einer groß angelegten Studie beweisen können. Sie verzeichneten einen großen Anstieg von psychischen Erkrankungen bei Jugendlichen in 2011 – etwa zu dem Zeitpunkt, als Social Media populär wurde.

Die kulturellen Entwicklungen der letzten Jahre hatten einen wesentlich höheren Einfluss auf junge als auf ältere Menschen. (American Psychological Association, via NBC)

An der Studie nahmen etwa 200.000 Jugendliche unter 18 Jahre und rund 400.000 Erwachsene teil. Von 2005 bis 2017 mussten die Probanden jedes Jahr einen umfassenden Fragebogen ausfüllen, der sich mit ihrer psychischen Gesundheit befasste.

Suizid-Gedanken häufen sich

Die Ergebnisse sind erschreckend. Bei den Erwachsenen konnten die Wissenschaftler einen Anstieg der Selbstmord-Gedanken von 47% feststellen. Bie den jungen Erwachsenen stieg die Rate sogar um 52% an.

Weitere Studien belegen die Ergebnisse

Neben der Forscher der APA beschäftigten sich zahlreiche andere Wissenschaftler ebenfalls mit dem Zusammenhang von Social Media und Depressionen. Sie stellten ähnliche Ergebnisse fest. Außerdem seien Frauen und junge Mädchen häufiger betroffen.

Hinsichtlich der Kausalität konnte allerdings noch keine Studie Resultate liefern. Möglicherweise sind diejenigen, die viel in den Sozialen Netzwerken aktiv sind, anfälliger für Depressionen. Oder aber: Der Konsum von Social Media führt zu Depressionen.

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