Mann schläft / ©iStock
sohomen.de-Redaktion

Warum Ausschlafen am Wochenende ungesund ist

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Am Wochenende einmal richtig ausschlafen – das ist für viele Männer die absolute Traumvorstellung von Samstag- und Sonntagmorgen. Doch laut einer neuen Studie aus den USA ist das womöglich gar nicht so gut. Vor allem der Blutzuckerspiegel leidet unter dem plötzlichen Ausschlafen, das legen die Untersuchungen der Schlafwissenschaftler der Universität Boulder in Colorado nahe.
Was genau das für den Schlaf bedeutet und warum der Wecker auch am Wochenende nicht ausgeschaltet werden sollte, verrät dieser Einblick in die Studie.

Schlafen wie ein Murmeltier – darum ist der lange Schlaf gar nicht gesund

Einfach den Wecker nicht stellen, die Bettdecke noch einmal übers Gesicht ziehen und die Vorhänge bis 15 Uhr zu lassen, das ist gerade für viele gestresste Arbeitnehmer der Traum. Wenn der Wecker unter der Woche schon unnatürlich früh klingelt, dann soll der Körper den Schlaf doch am Wochenende nachholen dürfen.
Schlafforscher der Universität Boulder in Colorado haben sich dem Phänomen vom kurzen Schlafen unter der Woche und dem Ausschlafen am Wochenende angenommen. Dabei wurden die Probanden unter Schlafentzug gesetzt und durften maximal fünf Stunden schlafen, eine Gruppe konnte dies am Wochenende nachholen. Auch rund neun Stunden, so das Fazit der Wissenschaftler, helfen aber nicht gegen die Auswirkungen des Schlafentzugs.
Kurzer, gestresster Schlaf an unseren Arbeitstagen wirkt sich nämlich auf unseren Blutzuckerspiegel aus, das bemerken wir vor allem durch Heißhunger und die daraus resultierende Gewichtzunahme. Übergewicht und auch Diabetes können also die Folge von zu wenig Schlaf sein.
Unter der Leitung von Assistenzprofessor Chris Depner wurde nun untersucht, ob sich dies kompensieren lässt. Bereits zwei Nächte mit wenig Schlaf, so Depner, können kurzfristig Konsequenzen für unsere Gesundheit haben.
Doch Ausschlafen am Wochenende nach einer stressigen Woche ist nicht nur komplett unwirksam gegen die Auswirkungen des Schlafentzugs, sondern kann die Lage für unseren Körper sogar noch verschlimmern. Gewichtzunahme und Kreislauf litten unabhängig von den Wochenenden unter zu wenig Schlaf.

Ausschlafen hilft, aber in kleinen Dosen

Ganz hoffnungslos ist die Lage aber nicht, auch für alle Männer, die von Montag bis Freitag unter Stress und Wecker gleichermaßen leiden. Autor Kenneth Wright, ebenfalls Wissenschaftler an der CU Boulder bestätigt, dass regelmäßiges Ausschlafen hilft. Mindestens sieben Stunden pro Tag empfiehl der Leiter des Labors für Schlaf und Chronobiologie. Dann muss auch kein Schlaf nachgeholt werden. Dazu empfehlen die Wissenschaftler, Fernseher und andere elektronische Geräte auch einmal früher auszuschalten und dem Gehirn schon eine Sendepause zu geben.
Da hatten unsere Eltern wohl doch recht, als sie uns bereits im Kindesalter früh ins Bett schickten…

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