Job Gesundheit / @iStock
sohomen-Redaktion

Wer seinen Job hasst, könnte schneller Herzprobleme bekommen

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Schon samstags denkt man mit Grauen an den Montagmorgen, wenn man wieder zur Arbeit muss? Dann ist es vielleicht an der Zeit, sich eine andere Stelle zu suchen, denn wer seinen Job hasst, verdirbt sich damit nicht nur nachhaltig die Laune. Es kann auch das Risiko für ungesunde Verhaltensweisen und damit für Herzerkrankungen erheblich steigern. Zu diesem Ergebnis kam eine neue Studie, die im International Journal of Environmental Health veröffentlicht wurde.

Auswirkungen von negativen Arbeitsbedingungen auf die Gesundheit

Für die Studie wurden 400.000 Arbeitnehmer in den USA untersucht. Dabei stellten die Forscher fest, dass insbesondere fehlendes Vertrauen in die Vorgesetzten gravierende Folgen für die Gesundheit hat. Die Arbeitnehmer, die ein schlechtes Vertrauensverhältnis zu den ihnen übergeordneten Weisungsberechtigten haben, ernähren sich zu einem signifikant größeren Prozentsatz auf eine ungesunde Weise. Außerdem rauchen sie häufiger als Beschäftigte, die in ihrem Beruf nicht diesen belastenden Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind. Deshalb zeigen sich bei ihnen auch in erhöhtem Maß Gesundheitsprobleme, die in direktem Zusammenhang mit ungesunden Verhaltensweisen stehen. Dazu gehören neben Übergewicht auch erhöhter Blutdruck und hohe Cholesterinwerte. All dies trägt zu einem gesteigerten Risiko bei, einen Herzinfarkt zu erleiden.

Gründe für ungesunde Verhaltensweise

Dabei lässt sich laut der Studie nachweisen, dass das schlechte Vertrauensverhältnis ursächlich für die ungesunden Verhaltensweisen ist, die zu einem erhöhten Infarktrisiko beitragen. Wenn das Arbeitsumfeld nicht durch Verständnis, Gerechtigkeit und gegenseitigen Respekt geprägt ist, neigen Arbeitnehmer unbewusst dazu, sich auf verschiedenen Weise Erleichterung zu verschaffen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Verhaltensweisen, die auf kurzfristige Befriedigung abzielen wie beispielsweise kalorienhaltige Snacks oder Zigaretten. Mittel- bis langfristig beeinträchtigt diese natürliche Reaktion jedoch die Gesundheit. Zusätzlich sorgt Druck am Arbeitsplatz für eine Ausschüttung von Stresshormonen und eine Erhöhung des Blutdrucks. Dies verstärkt die negativen Effekte eines ungünstigen Arbeitsumfeldes.

Und was ist die Lösung?

Wer merkt, dass er nur gegen innere Widerstände morgens zur Arbeit geht oder am Arbeitsplatz ständig angespannt ist, weil er einer zu hohen Arbeitsbelastung ausgesetzt ist und bei Problemen keine Unterstützung durch seine Vorgesetzten erhält, sollte deshalb andere Optionen prüfen. Durch einen Wechsel auf eine andere Stelle kann sich nicht nur das psychische Befinden verbessern, sondern es ist auch möglich, einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall vorzubeugen.

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