Für Querdenker mit Stil

DermalAbyss: Tattoos, die Leben retten können?

Wenn es nach diesen Experimenten geht, könnten wir die Tätowierung demnächst vielleicht sogar auf Rezept bekommen.

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Wer schon immer nach einer guten Entschuldigung für das erste oder auch das tausendste Tattoo gesucht hat, der könnte jetzt fündig werden. Denn schlaue Köpfe vom MIT und der Harvard Medical School forschen gerade an Tattoos, die in Zukunft sogar Leben retten könnten.

Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden - für Tattoo-Fans könnte das vielleicht bald Realität werden.

Tattoos for Life

Katia Vega, Xin Liu, Viirj Kan, Nick Barry, Ali Yetisen und Nan Jiang heißen die schlauen Köpfe, die sich momentan der Erforschung des nützlichen Tattoos widmen. Und auch wenn es bisher keine Absicht gibt, diese Entwicklung wirklich auf den Markt zu bringen oder in einer Klinik zu testen, so hört sie sich doch sehr vielversprechend an.

Eine spezielle Biosensoren-Technologie soll nämlich die übliche Tattoo-Farbe ersetzen und so auf bzw. unter der Haut eine interaktive Oberfläche schaffen. Durch die Veränderung des Flüssigkeitshaushaltes unter der Haut, verändert diese spezielle Tinte dann ihre Farbe und zeigt schnell eventuelle Störungen sprich gesundheitliche Schwankungen an.

Im Video: So funktioniert's

Paradebeispiel Diabetes

Dermal-Abyss-Tattoo nennen die Forscher dieses Verfahren und das könnte besonders Diabetes-Patienten zugute kommen. Die müssen schließlich mehrmals am Tag ihren Blutzuckerspiegel messen und dafür immer wieder Blut lassen. Doch genau diese Veränderungen im Blut könne man in Zukunft auch mit dem Tattoo feststellen.

Basierend auf dem Glukosegehalt könnte sich das Tattoo in Anlehnung an die durchgeführten Tests (an Schweinehaut) dann von Blau zu Braun verfärben. So sieht der Patient also mit einem Blick aufs Tattoo, ob er sich spritzen muss oder nicht.

Bis diese Technologie tatsächlich auf den Markt kommt, wird sicher nur etwas Zeit ins Land streichen. Vorerst bleibt es also bei den normalen Tattoos. Allerdings müssen auch diese nicht unbedingt nur die Haut schmücken, wie ihr oben im Video sehen könnt.

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