Für Querdenker mit Stil

So schlaft ihr auch bei Hitze gut

Schlaflos durch die Nacht, weil die Temperaturen einfach nicht fallen!? Wer bei elender Hitze gut schlafen will, ist mit diesen 10 Tipps gut beraten.

Artikel teilen auf:

Egal, ob Sommerhitze zu Hause oder im Urlaub: Wenn das Einschlafen eher einem kleinen Saunabesuch gleicht, muss dringend Abhilfe her. Besonders in Dachgeschosswohnungen staut sich die Hitze extrem und an einen angenehmen, erholsamen Schlaf ist kaum zu denken. Wir geben euch hier zehn Tipps, wie ihr der Wärme ein wenig entgegenwirken könnt, um so trotzdem zu eurer verdienten Nachtruhe zu kommen.

#1 Die Hitze draußen lassen

Dieser Tipp klingt eigentlich logisch, dennoch vergessen wir es häufig. Der beste Zeitpunkt für das tägliche Durchlüften ist am Morgen, wenn es draußen noch nicht zu heiß ist. Nachdem sich die frische Luft in der ganzen Wohnung bzw. im Haus verteilt hat, empfiehlt es sich, die Fenster wieder zu schließen und das Schlafzimmer durch Vorhänge oder Jalousien zu verdunkeln.

So wird verhindert, dass die einfallende Sonne den Raum tagsüber aufheizt. Nachts sollte das Fenster nur angekippt werden, da die Zugluft sonst für einen steifen Nacken sorgen könnte. Nasse Tücher vor dem Fenster bringen zusätzlich etwas Verdunstungskälte in den Raum, wenn es wirklich sehr heiß sein sollte.

#2 Lauwarm duschen

Klar, eine kalte Dusche erfrischt ungemein und bringt Abkühlung. Dieser Effekt hält jedoch nicht lange an. Durch das kalte Wasser auf der Haut ziehen sich die Gefäße im Körper zusammen. Dadurch kann die Wärme nicht mehr ideal abtransportiert werden und staut sich. Umgekehrt hilft eine lauwarme Dusche, die Gefäße zu erweitern und lässt die Wärme entweichen. Es kann daher hilfreich sein, vor dem Zubettgehen lauwarm zu duschen oder ein Bad zu nehmen. Badezusätze wie Kamille oder Baldrian helfen außerdem dabei, sich zu entspannen und zu beruhigen.

#3 Nicht nackt schlafen

Für viele Menschen gehört nackt schlafen besonders im Sommer einfach dazu. Dies sollte jedoch unbedingt vermieden werden, da im schlimmsten Falle eine Erkältung droht. Nachts kühlt der Körper nämlich aus und verliert durchs Schwitzen gleichzeitig rund einen halben Liter Flüssigkeit.

Optimal für die Nachtruhe ist eine leichte Schlafbekleidung aus Baumwolle, die den Schweiß aufsaugen kann. Zum Einschlafen lohnt es sich, den Schlafanzug in die Kühltruhe zu legen und kurz vor dem Zubettgehen herauszunehmen und anzuziehen.

#4 Nachts zudecken

Sich nachts zuzudecken, ist genauso wichtig wie Schlafbekleidung zu tragen. Durch das Abkühlen der Körpers drohen nämlich Erkältungen. Falls die dicke Decke zu viel ist und dadurch eher noch mehr geschwitzt wird, bietet sich ein dünnes Laken aus Baumwolle an. Es sorgt für den nötigen Wärmeaustausch und saugt zusätzlich Schweiß auf. Laken aus Seide sind nicht zu empfehlen. Der Trick mit der Kühltruhe funktioniert übrigens auch hier.

#5 Klimaanlage deaktivieren

Ihr merkt schon, ein zu kühler Raum ist nicht das richtige für eine gesunde Nacht. Daher sollten Klimaanlagen und Ventilatoren beim Schlafen ausgeschaltet werden, um den Körper nicht zu sehr aukühlen zu lassen. Es ist jedoch möglich, die Klimaanlage vor dem Schlafen einzuschalten, um den Raum so herunter zu kühlen. Wenn ihr euch dann ins Bett legt, solltet ihr die Geräte jedoch ausschalten.

#6 Elektrische Geräte ausschalten

Jedes elektrische Gerät im Schlafzimmer sorgt besonders im Sommer zusätzlich für einen Wärmeeffekt. Das gilt vor allem für Lampen, Fernseher oder Laptops. Schaltet eure Geräte also aus und lasst den Raum dadurch nicht unnötig aufheizen. Außerdem spart ihr dadurch auch noch Strom.

#7 Wenig trinken

Dieser Tipp klingt erst einmal etwas widersprüchlich, ergibt bei genauerer Betrachtung jedoch Sinn. Klar, an heißen Tagen ist es enorm wichtig, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Zum Abend hin sollte jedoch auf größere Mengen verzichtet werden. Zu viel Flüssigkeit im Bauch drückt zwangsläufig irgendwann auf die Blase. Wenn ihr dadurch dann nachts hoch müsst, stört ihr den natürlichen Schlafrhythmus und das Einschlafen kann unter Umständen schwer fallen.

#8 Arme und Beine abkühlen

Diesen Trick kannten schon unsere Großeltern. Werden die Extremitäten abgekühlt, verteilt sich das kalte Blut im Körper. Dazu kann eine Wärmflasche mit Wasser gefüllt und in den Kühlschrank gelegt werden. Zum Einschlafen dann einfach heraus- und mit ins Bett nehmen. Keinesfalls sollte der Bauch damit abgekühlt werden, es drohen Nierenprobleme. Eine Alternative dazu ist ein feuchtes Taschentuch auf der Stirn.

#9 Den natürlichen Schlaf nutzen

Im Sommer wird im Schnitt weniger Schlaf benötigt als im Winter, da der Körper in der warmen Jahreszeit mehr Licht bekommt. Geht also erst schlafen, wenn ihr wirklich müde seid und verzichtet auf Schlafmittel. Sollte dennoch einmal das Gefühl auftreten, dass ihr nicht einschlafen könnt, versucht es erst mit natürlichen Beruhigungsmitteln, beispielsweise auf Hopfen- oder Baldrianbasis. Doch auch diese Präparate sollten mit Vorsicht eingesetzt werden.

# 10 Leichte Mahlzeiten vor dem Schlaf

Wenn ihr vor dem Schlafen besonders fette oder kohlenhydratreiche Mahlzeiten zu euch nehmt, kann das Essen schwer im Magen liegen. Dadurch werdet ihr am Einschlafen gehindert, da der Körper seine Energie darauf verwenden muss, die Nahrung verarbeiten zu können. Zwei Stunden vor dem Zubettgehen sollte daher auf schwer Verdauliches verzichtet werden.

Artikel teilen auf:
Empfohlene Artikel