Paar betrunken auf Badewanne
Laura Dehmelt

Durch Alkohol zu Glück in der Beziehung?

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Es gibt viele Gründe für den Erfolg oder Misserfolg von Beziehungen. Alles in allem sollte man sich in den grundlegenden Fragen schon einig sein, der Rest fügt sich. Doch dass man dabei auch den gemeinsamen Alkoholkonsum im Auge behalten muss, kam einem bisher eher weniger in den Sinn. Hier also ein weiterer, nicht ganz unwichtiger Punkt für die Checkliste beim ersten Date.

Klar, wir kennen das. Mit dem Knacken einer bestimmten Promillegrenze fällt zumindest in Liebesfragen so einiges leichter – bei manch einem vor allem die Hüllen. Doch laut der University of Michigan ist Alkohol auch nach dem stürmischen Kennenlernen nicht ganz unwichtig. Die Studie, welche im Juni 2016 in den “Journals of Gerontology Series B: Psychological Studies” erschien, behauptet nämlich, dass Alkoholkonsum und Beziehungs(un)glück voneinander abhängig seien. Ob das wirklich der Wahrheit entsprechen kann oder aus einer Schnapslaune heraus entstanden ist, klären wir hier.

Der Anfang: Drunk in Love

Die geballte Liebes-Power von knapp 4900 Paaren stand den Wissenschaftlern um Kira S. Birditt zur Verfügung, um ihre These vom Alkoholgetränkten Beziehungsglück zu beweisen. Nicht ganz unwichtig: Alle Paare waren im Durchschnitt bereits 33 Jahre miteinander verheiratet. Dass vor allem jüngere Paare durch gemeinsamen Alkoholkonsum erfolgreichere Ehen eingehen, deutete sich in früheren Studien schon an, die mit der Konzentration auf ältere Paare nun untermauert werden sollten.

Der Ablauf: Champagne Problems

Über einen Zeitraum von zweimal zwei Jahren (2006 – 2008 und 2010 – 2012) mussten die Paare ihren Alkoholkonsum ganz genau offenlegen. Sprich: Wer hat wann was und wieviel getrunken oder eben auch nicht. Gleichzeitig musste jeder Partner immer auch mitteilen, ob ihm in der Beziehung etwas negativ aufgestoßen ist.

Ergebnis: Der Alkoholkonsum scheint tatsächlich das Beziehungsglück zu beflügeln! Aber nicht die Menge an Alkohol ist hier entscheidend, sondern lediglich, dass zusammen getrunken wurde. Hat nämlich nur einer zu tief ins Glas geguckt, stieg gleichzeitig das Frustrationslevel beim nüchternen Partner. Es kommt also nicht auf den höchsten gemeinsamen Promille-Nenner an, sondern nur auf ähnliche Trinkgewohnheiten.

Das Fazit: Kein Alkohol ist auch keine Lösung

Wie man’s nimmt. Denn die Glücksformel gilt selbstverständlich nicht nur für Alkohol trinkende Paare, sondern auch für Paare, die gar keinen Alkohol trinken. Keine Trinkgewohnheiten sind schließlich auch Trinkgewohnheiten. Am Ende heißt es auch hier: Gemeinsamkeiten schweißen zusammen.

Wer in der Beziehung gerne mal zum Bier greift, der sollte sich das Video oben einmal ganz genau ansehen. Hier erfahrt ihr nämliche 5 Gründe, warum Bier gesund ist.

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