Mann mit Smartphone
Laura Dehmelt

Kennt ihr schon Mooning, Ghosting und Benching?

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Okay, wir können eure momentane Verwirrung nachvollziehen. Mooning? Ghosting? Benching? Bitte, was? Nein, hierbei handelt es sich nicht um verrückte Sex-Stellungen oder Rollenspiele, sondern um neudeutsch formulierte Beziehungsphänomene, die im Zeitalter des ständigen Mobilseins des öfteren beobachtet werden. Was es damit genau auf sich hat, erfahrt ihr hier.

Was war es früher doch für ein Nervenkitzel, wenn man am heimischen Telefon darauf gewartet hat, dass der oder die Liebste endlich zum vereinbarten Zeitpunkt anruft. Oder wenn man von seinem Date zurückkam und tagelang die Wohnung nicht verließ, in der Angst, man könnte den Anruf seines Liebeslebens verpassen. Und dann!? Dann kam erst das Handy und dann des Handys böser Zwilling, das Smartphone. Die Geburtsstunden noch nie da gewesener Probleme zwischenmenschlicher Beziehungen.

#1 Ghosting: Feige Funkstille

Mit Geistern haben wir es hier eher im übertragenen Sinne zu tun, denn bei Ghosting handelt es sich um eine ziemlich unfeine Art des Schlussmachens. Und das gilt nicht nur für kurze Flirts, sondern manchmal auch für über Jahre geführte Beziehungen und tiefe Freundschaften! Beim Ghosting verschwindet der Partner oder Freund nämlich von heute auf Morgen aus dem Leben des anderen. Ohne Vorwarnung und schlimmer noch, ohne jemals wieder etwas von sich hören zu lassen.

Zurück bleibt nur der Geist dessen, was mal war. Auf Anrufe, Nachrichten, Mails, Instagram-Likes und alles, was die sozialen Medien noch so hergeben, wird nicht mehr reagiert. Wenn euch das passiert, wurdet ihr höchstwahrscheinlich gerade geghosted und ihr habt auf fiese und ziemlich feige Art und Weise den Laufpass bekommen.

#2 Mooning: Funkstille für den Ghoster

Wenn man es so sehen will, ist Mooning eigentlich das perfekte Werkzeug fürs Ghosting. Denn beim Mooning geht es darum, jemanden von seinem Smartphone zu verbannen bzw. im wahrsten Sinne des Wortes für die persönliche Funkstille zu sorgen. Keine nervigen Anrufe mehr, keine 4.563.820 Nachrichten auf dem Sperrbildschirm, einfach nur Ruhe und das, ohne dass die verzweifelte Person am anderen Ende der Leitung davon etwas mitbekommt.

Gif Nicht stören iPhone

Ghoster machen sich hier nämlich einfach den “Nicht stören”-Modus ihres iPhones zu Nutzen. Der kann nämlich nicht nur das komplette Adressbuch zum Schweigen bringen, sondern unter den Einstellungen lässt sich auch noch einmal explizit festlegen, wen die Stille treffen soll und wen nicht.

#3 Benching: Willkommen in der Warteschleife

Auch beim Benching handelt es sich um ein ziemlich neues Beziehungsproblem, das sich besonders in den letzten zwei Jahrzehnten entwickelt hat und sich im Zeitalter der neuen Medien noch einfacher forcieren lässt. Hier mal eine sms, da mal ein Like fürs neue Profilbild und dort mal ein bisschen Sexting über Whats App & Co. Nie war es einfacher, sich einen potentiellen Partner warmzuhalten.

Entweder aus dem Grund, sich noch nicht wirklich binden zu wollen, oder aber in der Absicht, dass vielleicht doch noch was Besseres um die Ecke spaziert kommt  und man sich durch Unverbindlichkeiten leichter aus der wortwörtlichen Affäre ziehen kann. Es ist also das frei übersetzte “auf die lange Bank schieben” in Beziehungsform. Zukunftspläne, Zugeständnisse, Zusammensein – morgen vielleicht.

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