Mann liest
Andreas Fromm

Seltsame Jobs, die es heute nicht mehr gibt

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Technologischer Fortschritt bedeutet immer auch, dass Arbeitsabläufe optimiert und automatisiert werden. Viele Jobs fielen so dem Zahn der Zeit zum Opfer und wurden sukzessive wegrationalisiert.

So ist es heutzutage kaum vorstellbar, dass vor einigen Jahrzehnten die Kegel in Bowling-Bahnen per Hand aufgestellt wurden. Der Kegelaufsteller war ein offizieller Beruf – und damals in den angesprochenen Freizeitzentren unverzichtbar.

Weitere Berufe, die es heute (teilweise) nicht mehr gibt:

  • Fabrik-Vorleser: Um die monotone Arbeit in einer Fabrik aufzulockern, wurden Menschen engagiert, die Geschichten während der Arbeitszeiten vorlasen
  • Eis-Schneider: Vor allen Dingen in Amerika war dieser Beruf besonders stark vertreten. In den Hochzeiten arbeiteten über 90.000 Angestellte als Eis-Schneider. Im Winter wurden damals riesige Eisblöcke mit einem Sägemesser zerkleinert, danach bis in den Sommer gelagert, um sie dann für Eiswürfel und Co. zu benutzen.
  • Verkäufer von gebrauchten Zähnen: Auch vorwiegend in den Staaten ausgeübt wurde dieser seltsame Beruf. Als flächendeckende zahnmedizinische Versorgung noch ein Fremdwort war, gab es tatsächlich Menschen, die gebrauchte Zähne verkauft haben. Etwa an Leute, die einen „neuen“ Zahn brauchten – Second Hand für die Dritten.
  • Enzyklopädien-Verkäufer: Kaum vorstellbar, damals gang und gäbe. Der Avon-Berater des Wissens. Er verkaufte an der Haustür Enzyklopädien. Seine Kunden konnten so bei jeder Gelegenheit ihren Wissensdurst stillen. Wir würden es heute googeln nennen.
  • Videothekar: Wahrscheinlich der normalste Job in der Liste. Dennoch stirbt die klassische Videothek mehr und mehr aus. In den letzten Jahren mussten 75 Prozent aller Videotheken in Deutschland dicht machen, die Tendenz ist steigend.

Diese Jobs stehen als nächstes vor dem Aus

Heute der Videothekar, was kommt morgen als Nächstes? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Analyse-Unternehmen CareerCast. Nur wenig verwunderlich, dass darunter viele Jobs sind, die der Digitalisierung zum Opfer fallen werden.

Schwarz sieht es allen voran für den Briefträger aus. Heutzutage gilt der klassische Briefverkehr als nicht mehr zeitgemäß. Nachrichten, Urlaubsgrüße und Co. werden schnell und bequem per WhatsApp übermittelt. Nur noch die wenigsten greifen zur Postkarte. Auch für die Berufsgruppen der Zählerableser, Zeitungsreporter und Reisebüromitarbeiter sieht die Zukunft nicht rosig aus. Schon heute werden die Zählerstände zumeist online übermittelt, der Rückgang der klassischen Zeitung ist unaufhaltsam, Reisebüros gibt es online wie Sand am Meer.

Überraschend hingegen ist die Gefährdung des Berufs Flugbegleiter. Diese hat aber nichts mit der Digitalisierung zu tun, sondern rührt daher, dass weniger geflogen wird, die Preiskämpfe zwischen den einzelnen Flugunternehmen wachsen. Zudem werden einige Fusionen bis 2022 erwartet, sowas sorgt in der Regel für weitere Entlassungen. Der Job der Flugbegleiter ist somit nicht direkt vom Aussterben bedroht, es wird lediglich ein signifikanter Personalrückgang erwartet.

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