Frau in Dessous am Handy / ©iStock
Laura Dehmelt

Sexting: Erst denken, dann sexy texten!

alles abspielen besuchen

Was früher Dirty Talk, ist heute das Sexting oder plump gesagt: SMS-Sex. Erotische Nachrichten und verführerische Selfies werden hier so selbstverständlich verschickt wie die Postkarte aus dem Urlaub. Doch wer glaubt, dass seine Sexting-Nachrichten auch nur beim bestimmten Empfänger bleiben, der täuscht sich. Aber vielleicht wisst ihr das auch schon selbst?

Wie ist es denn um euer Stillschweigen bestellt? Behaltet ihr Bilder und Wortlaute aus heißen Sexting-Abenteuern für euch oder landen die schon mal beim besten Kumpel und werden Gesprächsthema auf ausgedehnten Männer-Abenden? Eine US-Studie ist diesen Fragen mal auf den Grund gegangen.

So oft werden Sexting-Nachrichten geteilt

Wissenschaftler der University of Indiana haben sich intensiv mit den Facetten des intimen Nachrichtenaustauschs beschäftigt. Dabei wurden 5805 Singles zwischen 21 und 75 zum Thema Sexting befragt. Im Fokus stand dabei allerdings nicht primär das Nutzungsverhalten, die Inhalte oder bestimmte Motive, sondern ob die Inhalte der erotischen Smartphone-Konversationen auch zwischen den beiden Beteiligten bleiben.

Aus gutem Grund, so Justin Garcia, Leiter der Studie und Professor für Gender Studies an der Universität von Indiana:

Wenn es um Sexting geht, haben viele Menschen Bedenken. Es gab bisher jedoch nicht genügend wissenschaftliche Belege dafür, wie gerechtfertigt diese Bedenken sind.

Fazit: Sehr wohl gerechtfertigt, wenn man sich die Ergebnisse der Studie ansieht. 23 Prozent der Befragten, die schon einmal Sexting-Erfahrungen gemacht haben, gaben nämlich an, die Nachrichten oder Bilder schon einmal an dritte (oder vierte oder fünfte oder…) weiter verschickt zu haben. Ganze 73 Prozent von ihnen fügten aber hinzu, dass ihnen dies im Bewusstsein des Vertrauensbruchs durchaus unangenehm sei. Garcia vermutet dazu:

Weil Sexting immer gängiger und zur Norm wird, finden sich Männer und Frauen derzeit auch in einem Konflikt wieder, der aus dem Wunsch entsteht, digitale Erotik und die realen Konsequenzen zu vereinen.

Übrigens teilen Männer 1,5 Mal mehr Sexting-Erfahrungen mit anderen als Frauen und sie sind es auch, die doppelt so oft Initialzünder der erotischen Konversationen sind.

How to Sexting

Sexting kann eine ziemlich aufregende Angelegenheit sein. Es kann Lust machen auf das nächste oder gar erste Treffen und die Spannung ordentlich in die Höhe treiben. Allerdings sollte man auch beim digitalen Austausch von Zärtlichkeiten ein paar Regeln beachten:

#1 Dem Offline-Schock entgegenwirken

Nein, hierbei handelt es sich nicht um eine Panik-Attacke, wenn mal wieder das Internet kaputt ist, sondern um die Gefahren der Realität. Denn wer beim Sexting das Blaue vom Himmel verspricht, das er beim realen Aufeinandertreffen nicht einhalten kann, läuft Gefahr, dass aus dem Sexting-Abenteuer kein Sex-Abenteuer wird. Also immer schön bei der Wahrheit bleiben!

#2 Zeit einplanen

Klar, oftmals entspinnt sich das Sexting aus einer spontanen Laune heraus. Trotzdem sollte man sich ein kleines Zeitfenster offenhalten. Entweder für ein ausgiebiges Texten, das beide befriedigt oder aber für die Möglichkeit, sich spontan zu treffen, falls das Sexting so Fahrt aufnimmt, dass digitale Zuneigung nicht mehr ausreicht.

#3 Rechtschreibung ja, Emojis nein!

53 Prozent der Frauen legen in puncto Flirten großen Wert auf Rechtschreibung und Grammatik, so die Umfrageergebnisse einer Dating-Website. Deshalb gilt auch beim Sexting: Bitte noch einmal Korrektur lesen, damit die Stimmung nicht durch dämliche Autokorrekurfails oder gruselige Grammatik ruiniert wird. Das gilt übrigens auch für Emojis – die sind beim Sexting vollkommen fehl am Platz.

#4 Privatsphäre

Ein großes Thema beim Sexting: Wenn ihr euch nicht gerade in euren eigenen vier Wänden befindet, solltet ihr möglichst darauf achten, dass nicht im nächsten Moment euer Kollege aufs Klo kommen kann, wenn ihr euch im Bad in Pose stellt. Das gilt im Übrigen auch für eure Einstellungen am Smartphone: Um zu vermeiden, dass irgend jemand durch Zufall die nächste heiße Nachricht einfliegen sieht, solltet ihr die Nachrichten-Vorschau auf dem Sperrbildschirm vielleicht lieber deaktivieren.

#5 Mehr ist mehr

Die Nahaufnahme vom besten Stück bestens ausgeleuchtet durch ein schönes Blitzlichtgewitter unter der Bettdecke? Das solltet ihr lieber sein lassen. Frauen bevorzugen das Gesamtbild. Heißt: Ein wenig Bauch, Brust und Bein dazu, wenn es schon nicht das Ganzkörperbild sein kann.

Und da wir schon beim Thema sind: Oben im Video gibt es ein paar sexy Promi-Damen zu sehen, die dieses Jahr mit verführerischen Oben-Ohne-Auftritten überzeugten.

cool good eh love2 cute confused notgood numb disgusting fail