Pärchen schaut am Flughafen auf das Rollfeld
Andreas Fromm

Warum der Manhattan-Effekt Beziehungen zerstört

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Die solide Grundlage einer langfristigen und vor allem glücklichen Beziehung besteht für die meisten aus einer Kombination mehrerer Faktoren wie Treue, Ehrlichkeit, Humor und natürlich gegenseitiger Liebe. Doch auch wechselseitige Unterstützung bei der eigenen persönlichen und beruflichen Entwicklung steht für viele Partner an erster Stelle. Wenn dieser Aspekt jedoch nicht nur vernachlässigt, sondern ihm sogar bewusst entgegen gewirkt wird, spricht man vom so genannten Manhattan-Effekt.

Ursprung des Begriffs

Die Bezeichnung Manhattan-Effekt lässt zunächst an einen Zusammenhang mit dem berühmten Stadtteil Manhattan in der US-Metropole New York denken, hat damit jedoch tatsächlich nicht direkt etwas zu tun. Vielmehr hat der Begriff seinen Ursprung in der 1979 erschienenen Filmkomödie „Manhattan“ von und mit Woody Allen. In dem Film verliebt sich ein New Yorker in eine deutlich jüngere Frau. Als diese im Laufe der Beziehung für ein Auslandssemester nach Großbritannien ziehen will, versucht der Protagonist ihr diesen, für ihre spätere Karriere sehr wichtigen, Schritt auszureden.

Wie äußert sich der Manhattan-Effekt und was sind die Folgen?

Der Entdeckung des Manhattan-Effekts liegt eine Studie zugrunde, welche im Journal of Personality and Social Psychology publiziert wurde. In einem Experiment wurden zahlreiche Paare über einen längeren Zeitraum beobachtet und befragt. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass ein hoher Anteil der Befragten aufhörte ihre Partner zu unterstützen, wenn sie befürchten, dass dessen Pläne und Vorhaben die Beziehung in Zukunft beschädigen könnten. Typische Beispiele für solche Vorhaben sind Karrieresprünge, Jobwechsel, Auslandsaufenthalte oder eine Kombination dieser Aspekte.

Die wirklichen Folgen des Manhattan-Effekts müssen dabei jedoch nicht gleich nach der unmittelbaren Auseinandersetzung spürbar werden. Das Gefühl etwas verpasst zu haben, wächst oft erst über die Zeit in dem einen Partner heran. Bis er den anderen Partner offen dafür verantwortlich macht, können so bis zu mehrere Jahre vergehen. Dieser schleichende Prozess des Vorwurfs kann das unaufhaltsame Aus für die Beziehung bedeuten.

Der Manhattan-Effekt kann verhindert werden

Tritt der Manhattan-Effekt erst einmal auf, ist es vergleichsweise schwer die betreffende Beziehung wieder in sichere Bahnen zu leiten. Allerdings kann dem Effekt präventiv vorgebeugt werden, um ihn schon vorab zu verhindern. Dabei sind vor allem Vertrauen und Ehrlichkeit essentiell. Aspekte, die, wie bereits erwähnt, ohnehin für viele Paare Voraussetzungen einer Beziehung sind.

Der misstrauische Partner, der den Drang verspürt, seinen Partner in seiner Entwicklung einzuschränken, muss sich zunächst selbst diese Zweifel eingestehen und an den Partner kommunizieren. Darüber hinaus ist es besonders wichtig, an dem Vertrauen in der Beziehung zu arbeiten, damit Ängste vor einem Ende der Partnerschaft durch die Weiterentwicklung des anderen erst gar nicht entstehen.

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