Jennifer Rush bei dem "Minx Fashion Menue"
Andreas Fromm

Jennifer Rush: So geht’s der 80er-Ikone heute

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Jennifer Rush ist eine der Musikikonen der 80er Jahre. Hits wie „The Power of Love“, „Ring of Ice“ oder „Destiny“ sind bis heute unvergessen. In letzter Zeit hörte man allerdings nicht mehr viel von ihr – das macht die Musikerin heute.

Jennifer Rush heute

Aktuell ist es eher ruhig um die Ausnahmesängerin. 2010 veröffentlichte sie mit „Now is the Hour“ ihr bislang letztes Studioalbum. Durch die modernen Arrangements lässt das poppige Stück das einzigartige gesangliche Talent ein wenig verblassen. Auf dem Longplayer fehlen die ganz großen Balladen, die sie einst so berühmt machten. Nennenswerte Songs sind „Echoes Love“, „Still“ und der Titeltrack „Now is the Hour“. Die restliche Platte wirkt insgesamt etwas beliebig.

Nach dem mäßigen Erfolg ihres Albums versuchte Rush 2013 mit einer Kurztournee in Südafrika ihr Glück. Hier absolvierte die US-Amerikanerin fünf exklusive Konzerte in Kapstadt und Johannesburg. 2015 wollte sie nach der beachtlichen Resonanz die Mini-Tour wiederholen. Diesmal sollten sogar Konzerte in Namibia und Simbabwe stattfinden. Die Konzerte sagte sie aber kurzfristig ab, da ihr Vater schwer krank wurde. Die Tour wurde trotz Versprechen der Sängerin nie nachgeholt.

Seit ein paar Jahren ist es still um Jennifer Rush geworden. Die Sängerin lebt zurückgezogen mit ihrer Familie in Queens, New York. Sie soll aber immer noch an eigenen Songs arbeiten und Musik für andere Künstler schreiben. Allerdings:  Ihre Facebook-Seite ist offline, ihr letzter Eintrag auf der offiziellen Homepage knapp vier Jahre her. Die heute 58-Jährige bleibt mit ihren Titeln unvergessen – wer weiß, vielleicht wagt sie doch noch ein echtes Comeback in nächster Zeit.

The Power of Love

Alles begann Ende der 70er mit ihrem ersten Album – damals noch unter ihrem Geburtsnamen Heidi Stern. Von der großen Masse jedoch ignoriert, musste sich die Sängerin bis 1984 gedulden. Damals hat sie in München als Sekretärin auf einer US-Militärbasis gearbeitet:

Glücklicherweise war ich in der deutschen Abteilung, und keiner hat etwas davon gemerkt, dass ich neben meinem Fulltime-Job Ambitionen als Sängerin hatte, kurz davor stand, meinen Vertrag mit Sony Music zu unterschreiben und heimlich vom Posttelefon aus Verhandlungen führte.

Kurz danach wurde „25 Lovers“ veröffentlicht und gab die Initialzündung für ihre Karriere. Nur ein Jahr später gelang mit „The Power of Love“ ihr größter Hit. Allein in Großbritannien avancierte die Ballade zur meistverkauften Single einer Solokünstlerin aller Zeiten und sicherte sich so einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde.

Es folgten zahlreiche Songs, die bis heute durch die unverwechselbare Stimme der Sängerin im Gedächtnis blieben.

Plattencover des 1984 erschienen Albums "Jennifer Rush"
Plattencover des 1984 erschienen Albums "Jennifer Rush" ©CBS Schallplatten GmbH

Barbara Stern – die Mutter des Erfolgs

Dass Jennifer Rush eine steile Karriere hinlegte, ist wenig überraschend. Ihr Vater Maurice war Opernsänger, ihre Mutter Barbara Stern Pianistin. Schon im Kindesalter war Rush hervorragend an der Geige und schaffte es an der hochdekorierten Juilliard School of Music aufgenommen zu werden. Vor ihr absolvierten die Schule berühmte Musiker wie Miles Davis und Barry Manilow.

Ihre Eltern, insbesondere ihre Mutter, unterstützten die Pop-Ikone bei ihrem Vorhaben den ganz großen Durchbruch zu schaffen. In den 70ern ging sie mit ihren Eltern nach Deutschland, die ließen sich dann aber scheiden, Rush kehrte mit ihrer Mutter zurück nach New York und machte dort ihren High-School-Abschluss. Steve, ihr Bruder, der nach der Scheidung in Deutschland blieb, überredete sie ihre Karriere in München zu starten, in den USA waren die Engagements eher dürftig.

Sie nahm den Rat ihres Bruders an und ging nach München. Der Rest ist Pop-Geschichte.

Jennifer Rush performt einen ihrer Hits beim "Dreamball"
Jennifer Rush performt einen ihrer Hits beim "Dreamball" 2006 in Berlin ©Getty Images

Die größten Songs von Jennifer Rush

In Europa und insbesondere in Deutschland war Rush bis in die 90er ein gefeierter Star. In ihrer Heimat hingegen galten ihren Power-Balladen als langweilige „Mutti-Musik“. Das waren ihre größten Hits, gemessen an den Verkaufszahlen.

  1. The Power of Love
  2. Ring of Ice
  3. Madonna’s Eyes
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