Plattenspieler und Paar
Albert Gottelt

Sex-Playlist: Die 5 verführerischsten Songs (wissenschaftlich belegt)

alles abspielen besuchen

Unzählige Playlists finden sich auf Spotify & Co., um den Liebesakt so richtig musikalisch zu untermalen. Doch bringt das wirklich was? Ja, wenn es die richtigen Songs sind, sagen Wissenschaftler.

Eine Sexszene im Film, in der Lieblingsserie, in einem Porno oder im eigenen Bett – für viele Menschen gehört Musik einfach dazu. Laut einer Umfrage des Streamingdienstes Deezer, kommen 30 Prozent der Befragten schneller in Stimmung, wenn Musik läuft. 25 Prozent behaupten sogar es verbessere den Sex an sich. Und 15 Prozent sagen, es macht manche Situationen im Bett weniger lästig und leichter erträglich (Laut einer Stylecaster-Umfrage). 60 Prozent der Menschen, die Musik beim Sex antörnt, meinen, es liege am Rhythmus der Musik, der den Sex gewissermaßen unterstützt. Rund 50 Prozent dagegen sagen, dass eher die Melodie und/oder die Gesangsstimme ist.

Aber warum ist das so? Oder könnte alles nur Einbildung sein? Glauben wir nur, dass musikalische Untermalung den Geschlechtsakt verbessert, weil wir es im Film so sehen und uns daran gewöhnt haben?

Um es kurz zu machen: Musik hilft tatsächlich, den Sex zu “verbessern”.

Valorie Niloufar Salimpoor, Neurologin von der Universität Toronto, erklärt das so: Sex und Musik aktivieren in unserem Gehirn dieselben Areale. Ähnlich wie bei leckerem Essen oder Drogenkonsum wird beim Musikhören unser Belohnungssystem aktiviert und Dopamin – das sogenannte “Glückshormon” – ausgeschüttet. Derselbe Vorgang ist beim Sex zu beobachten.

In ihrer Studie fand Valorie Niloufar Salimpoor 2017 heraus, dass regelmäßiges Musikhören sogar dazu führt, dass später allein der Gedanke an einen bestimmten Song die Dopaminausschüttung ankurbelt. Musik hilft, Stress und Anspannung abzubauen. Das allein hilft ja schon, mehr Spaß bei der Sache zu haben.

Checkliste: Das muss ein guter “Sex-Song” haben

Die Studie fand auch heraus, dass es eine bestimmte Musikart ist, die besonders gut “wirkt” und sich damit als erotischer Stimmungsmacher daher besonders eignet, weil sie

  • die Herzfrequenz erhöht
  • Atmung beschleunigt
  • entspannend auf die Psyche wirkt

Daniel Müllensiefen, Musikpsychologe von der Goldsmith Universität London sieht 3 Merkmale, die ein Musikstück haben muss, um die oben genannten Effekte auszulösen:

  • eine hohe Dynamik (kräftige und leise Passagen wechseln sich ab)
  • eine angenehme, klare Gesangsstimme

Die “perfekte Sex-Playlist” hat Müllensiefen auch gleich ermittelt. Diese kommt dann auch nicht überraschend daher und wirkt eher wie ein Klischeé aus 40 Jahren Kuschelrock.

  1. Soundtrack von Dirty Dancing
  2. Marvin Gaye: Sexual Healing
  3. Marvels “Bolero”
  4. Berlin: “Take My Breath Away”
  5. Marvin Gaye: Let’s Get it on”

Ebenfalls beliebt:

  • Barry White: (eigentlich alles, aber besonders) “The Walrus of Love”
  • Donna Summer: “I Feel Love”

Niemals abspielen: Die No-go-Lieder beim Sex

  1. Queen: “Bohemian Rhapsody”
  2. Kings of Leon: “Sex on Fire”
  3. Robbie Williams: “Angel”
  4. Meat Loaf: “Bat Out of Hell”
  5. Bon Jovi: “Living on a Prayer”

Bild: ©iStock

cool good eh love2 cute confused notgood numb disgusting fail