Mann auf Surfbrett
Ben Pötke

Das sind die besten Surf-Spots der Welt

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Surfen ist in seiner ursprünglichen Form eines der ältesten Fortbewegungsmittel der Menschheit. Bereits vor knapp 4.000 Jahren ritten Polynesier auf den Wellen des Pazifiks. In seiner heutigen Form existiert der Nationalsport Hawaiis seit Beginn des letzten Jahrhunderts. 2020 wird der Surfsport bei den Olympischen Spielen im japanischen Tokio erstmals zum Wettkampfprogramm gehören.

Grund genug für uns, einmal einen Blick auf die zehn besten Surf-Spots dieser Welt zu werfen, wobei das Ranking natürlich nur nach subjektiven Gesichtspunkten vorgenommen werden kann.

#1 Sunset Beach, Oahu, Hawaii

Auf Oahu, eine der acht Hauptinseln Hawaiis, liegt einer der ältesten Surfspots der Inselgruppe. Sunset Beach liegt an der Nordküste der Insel und gibt sich anfangs als gemütliches Sonntagssurfgebiet aus. Doch die entspannte Atmosphäre täuscht. Die Schwierigkeit dieser Wellen liegt in den weit verteilten Zonen, in denen sie brechen. So kann es schon mal passieren, dass eine Welle Kraft aus mehreren Richtungen bekommt, was es umso schwerer macht, den Brechpunkt vorher zu sagen.

#2 Praia do Notre, Nazaré, Portugal

Die Wellen an der portugiesischen Atlantikküste gehören zu den größten dieser Welt. Ein knapp 5.000 Meter tiefer und 225 Kilometer langer Graben läuft nahezu direkt auf Nazaré zu und versorgt den Strand mit riesigen Wassertürmen. Im Januar 2013 brach Garrett McNamara hier den Weltrekord für die höchste, je gesurfte Welle. Das Monstrum vor dem berühmten Leuchtturm türmte sich fast unfassbare 34 Meter auf. Auch oder gerade weil die Megawellen nur einmal pro Jahr zu bestaunen sind, ziehen sie immer wieder wagemutige Surfer an.

Surfer
Surfer / ©FRANCISCO LEONG/AFP/Getty Images

#3 Skeleton Bay, Skeleton Coast, Namibia

Dass dieser Surfspot überhaupt entdeckt wurde, ist dem Internet, Google Earth und der Recherche des Surfers Brian Gable zu verdanken. An dieser Stelle schieben Winde die Wüste immer weiter in den Atlantik und sorgen so für unvergleichliche Sandbänke, durch die sich kilometerlange Tubes bilden, die fast eine Minute lang gesurft werden können. Doch so schön dieser Surfspot auch ist, er wird aller Voraussicht nach nicht mehr lange halten. Die Landmassen wandern immer weiter in den Atlantik und zerstören so die Voraussetzungen für die Wellen.

#4 Mavericks, Half Moon Bay, California

Mavericks gehört zu den gefährlichsten Big-Wave-Spots der Welt. Schuld daran sind vor allem die schiere Kraft, mit der die Wellen brechen sowie der felsenübersäte Meeresgrund. Hinzu kommen nicht allzu komfortable Nebenerscheinungen wie das kalte und Hai-reiche Wasser und der lange Weg von der Küste zu den Wellen. Seitdem die Welle 1961 das erste Mal geritten wurde, verschlang sie zwei Menschen, die Surfer Mark Foo und Sion Milosky, die nicht lebend an die Oberfläche zurück kamen.

#5 Teahupoo, Tahiti

Teahupoo liegt am Ende der Straße auf Tahitis Hauptinsel, doch die Idylle täuscht über die Gefahr der Welle hinweg. Nur ein paar Meter unter der Wasseroberfläche lauern spitze Riffe auf umhergewirbelte Surfer. Außerdem ist es schwer, die auftürmenden Wassermassen in der gleichmäßig glatten, blauen Oberfläche zu erkennen und die kraftvollen Wellen richtig einzuschätzen. Kein Wunder, dass Teahupoo lose übersetzt so viel heißt wie „Ort der Schädel“.

#6 Rincon, Santa Barbara/Ventura, Kalifornien

Zwischen Santa Barbara und Ventura im US-amerikanischen Kalifornien liegt Rincon, direkt am Freeway 101. Wer jetzt aber an kalifornische Sonne denkt, wird leider enttäuscht. Nur im Winter bietet dieser Spot den nahezu perfekten Surf. Im Sommer blocken die Kanalinseln die Wellen, sodass die Einheimischen Surfer auf einen nie endenden Winter hoffen. Dann ist es schon mal möglich, dass sie gute eineinhalb Kilometer auf dem Wasser getragen werden.

#7 Banzai Pipeline, Oahu, Hawaii

Die Banzai Pipeline an der Nordküste der hawaiianischen Insel Oahu gehört zweifellos zu den berühmtesten und meist fotografiertesten Wellen der Welt. Pipeline ist aufgeteilt in drei Bereiche, die unterschiedlich starke und hohe Wellen bereit halten. Am ersten Riff, das am dichtesten zur Küste liegt, findet man die klassischen zylinderförmigen Wellen. Steigen die Wogen, verschiebt sich der Brechpunkt der Welle weiter in Richtung Meer zum zweiten Riff. Etwa 90 Meter von der Küste entfernt brechen die größten Wellen am dritten Riff. Diese Wellen haben nichts mehr mit den geometrisch perfekten Formen des ersten Riffs gemein und sind alles andere als berechenbar.

#8 Surfer’s Point, Margaret River, Südwest-Australien

Der Margaret River im Südwesten Australiens hält etwa 50 Surfspots bereit. Surfer’s Point hält dabei die besten Bedingungen für einen ordentlichen Surf bereit. Ganzjährig können hier gute Wellen erwischt werden, wobei die 12 Grad Celsius Wassertemperatur im Winter auch noch recht gut auszuhalten sind. Doch nicht nur Wellen gibt es hier reichlich. Das Gebiet ist Lebensraum einer Vielzahl von Haien, die den Surfausflug gefährlicher machen können als einem lieb ist. Entschädigt wird man nach dem Surf hingegen durch die große Auswahl an lokalen Weinen.

#9 Cortes Bank, San Diego, Kalifornien

Rund 160 Kilometer von der kalifornischen Küste entfernt liegt die kleine Sandbankinsel Cortes Bank. Je nach Wetterlage und Höhe des Meeresspiegels ragt sie mal mehr, mal weniger aus dem Wasser. Der Bishop Rock in der Nähe der Insel sorgt für die Brechung der Welle, die wagemutige Surfer eine knappen Kilometer lang tragen kann. Trotz der etwas abgelegenen Position dieses Spots bringen Boote bei günstigen Bedingungen zahlreiche Surfer zur Sandbank. Mike Parsons ritt 2001 ein 20-Meter-Monster, was bis heute die höchste, an der Cortes Bank gesurfte Welle ist.

Und wer vom Surfen mal eine Pause einlegen muss, der kann sich den wilden Wasserwelten ja mal fotografisch widmen. Mehr dazu erfahrt ihr oben im Video.

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