Mann mit Mantel
Ben Pötke

Diese Labels setzen auf Nachhaltigkeit

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Oscar Wilde hat einmal gesagt, dass Mode jene kurze Zeitspanne sei, in der das völlig Verrückte als normal gilt. Tatsächlich kommen uns einige Modetrends manchmal vollkommen absurd vor. Ein zurzeit sehr heißes Thema ist die Nachhaltigkeit.

Ein Thema, das in keinster Weise als verrückt zu bezeichnen ist, sondern hoffentlich noch in den nächsten Jahren das Denken und Handeln vieler, wenn nicht sogar aller, Modelabels bestimmen sollte. Wir stellen euch heute zehn Labels vor, die ihr auf jeden Fall im Auge behalten solltet, wenn ihr Wert auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung legt. Denn auch in der Mode folgen die Trends der Notwendigkeit.

#1 Nudie Jeans

Die schwedischen Jungs und Mädels von Nudie Jeans haben sich ganz und gar dem Denim verschworen. Für sie ist das der Stoff, aus dem die Fashion-Träume sind. Während ihre Palette zwar noch weitere Produkte fernab der Jeanshose umfasst, ist dies eindeutig das Kernprodukt.

Der verwendete Denim besteht aus 100 Prozent Bio-Baumwolle. Jedem Arbeiter in der Wertschöpfungskette wird mindestens der Mindestlohn bezahlt und Jeans werden kostenfrei repariert oder bei vollständiger Abnutzung recycelt. Darüber hinaus werden die Arbeitsbedingungen in den Fabriken unangekündigt überprüft. Wer nicht den hohen Standards entspricht, hat mit Konsequenzen zu rechnen. Darüber wird ausführlich im labeleigenen Blog berichtet.

You decide how far they go. . . . #nudiejeans #organicdenim #bigbengt

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#2 Patagonia

Patagonia ist ein Vorreiter, was nachhaltige Mode angeht. Gegründet von Surfer und Kletterer Yvon Chouinard, setzt die Firma bereits seit 1996 auf Baumwolle aus biologischem Anbau. Die selbstauferlegte Mission des Unternehmens ist dabei, das beste Produkt herzustellen, dabei die Umwelt so wenig wie möglich zu belasten, andere Firmen zu inspirieren, diesem Beispiel zu folgen und Lösungen zur aktuellen Umweltkrise zu finden.

Passend dazu werden 1 Prozent des Umsatzes an verschiedene Umweltaktivisten gespendet. 2013 setzte das Unternehmen etwa 600 Millionen US-Dollar um, was einer Spende von sechs Millionen Dollar entspricht. Eine Summe, die sich sehen lassen kann.

Your passwords are safe around these hackers. Photo: @berndzeugswetter

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#3 Outerknown

Gegründet wurde das Label Outerknown vom elfmaligen Surf-Weltmeister Kelly Slater, der den Hang-Loose-Lifestyle in seiner Garderobe auf eine etwas erwachsenere Art und Weise weiter tragen wollte. Darüber hinaus zählt die Nachhaltigkeit als eines der obersten Unternehmensziele.

Die Shirts sind aus 100 Prozent Baumwolle, die Zulieferer handeln nach Fair-Trade-Grundsätzen und gebrauchte Fischernetze werden zu Boardshorts verarbeitet. Slater versucht, die Liebe zum Meer und den damit verbundenen Lebensstil in verantwortungsvolle Mode umzuwandeln.

#4 Veja

Wahrscheinlich sind euch die Schuhe mit dem subtilen Design und dem markanten V schon öfter über den Weg gelaufen. Was man ihnen jedoch nicht auf den ersten Blick ansieht, ist die Tatsache, dass dahinter mit Veja ein Unternehmen steckt, das sehr auf Nachhaltigkeit setzt.

Die Franzosen nutzen für ihre Schuhe Bio-Baumwolle und nachhaltigen Kautschuk aus der Amazonas-Region. Auf der anderen Seite wird auf Leder aus diesem Teil der Erde verzichtet, da diese Kultur einen großen Anteil am Abholzen der Regenwälder hat. Garniert wird diese Philosophie mit einer Produktion, bei der nur so viel hergestellt wie auch benötigt wird. Außerdem sind komplett vegane Modelle im Shop, die sogar komplett ohne Leder auskommen.

#5 Finisterre

Fällt das Stichwort Surfen, kommt einem als erstes nicht unbedingt die englische Küste rund um Cornwall ein. Mit freiem Oberkörper und Boardshorts kommt man hier nicht weit. Ähnlich wie Kelly Slater mit Outerknown setzt Gründer Tom Kay mit Finisterre seit 2002 auf saubere und funktionale Outdoorklamotten, die nebenbei auch noch gut aussehen.

Dazu gehört die Nutzung von recycelten Materialien, beispielsweise im Füllmaterial von Jacken. Wert gelegt wird auch auf eine umweltfreundliche Produktion, in der Abfallprodukte biologisch abbaubar sind. Funktionskleidung wie beispielsweise Wetsuits sind langlebig konzipiert. Frei nach dem Motto: Kauf‘ es, nutz‘ und nutz‘ es einfach weiter.

#6 Bleed

Das Motto “We bleed for nature” ist Programm. Anstatt die Natur für den Menschen auszubeuten, setzt Bleed sich aktiv gegen Tiermisshandlung und Tierversuche ein. Sorgfältig wird der Background jedes verwendeten Materials gecheckt. So wird beispielsweise Kork als Lederalternative verwendet und mit der Tierschutzorganisation PETA zusammen gearbeitet.

Die komplette Kollektion ist zu 100 Prozent vegan verarbeitet und dabei dennoch nicht unnötig teuer.  Und nebenbei könnt ihr beim Shoppen noch etwas fürs gute Gewissen tun.

#7 Organic Basics

Der Name Organic Basics verrät direkt, worum es in diesem Shop geht. Das in Dänemark beheimatete Label hat sich ganz den Kleidungsstücken verschrieben, die in der Regel angezogen werden, ohne großartig darüber nachzudenken: Unterwäsche und Socken.

Die Kollektion besteht zum größten Teil aus nachhaltigen und einfachen Basics, gehalten in gedeckten Farben wie Weiß oder Schwarz. Darüber hinaus wird eine Abo-Lieferung angeboten, die euch immer zu festen Terminen mit frischer Unterwäsche und Socken versorgt.

A warm summer monday with @wouterkaan in Organic Basics ankle socks! #organicbasics #mymorningview

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#8 Satta

Gründer Joe Lauder fing vor ein paar Jahren damit an, Skateboards im klassichen Stil der 60er-Jahre herzustellen. Nachdem diese Idee unerwartet viel Anklang fand, hat sich aus dem anfänglichen Hobby mittlerweile das Label Satta entwickelt.

Neben Skateboars bietet der Shop auch Kleidungsstücke aller Art aus nachhaltiger Baumwolle oder auch aus Hanf. Die klassische „Laid-Back-Attitude“ findet sich im Stil wieder, der sich auch leicht von spirituellen Einflüssen prägen lässt.

Autumn Selection via our Venice Beach connection @generaladmi52ion cord jacket / travel pant / stax tee

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#9 Knowledge Cotton Apparel

Ein weiteres dänisches Label setzt im Kern auf zwei Faktoren: 100 % Bio-Baumwolle und recyceltes PET. Aus diesen Materialien besteht die Kollektion im casual Look für Männer zum größten Teil.

Polyethylenterephthalat, kurz PET, ist ein Kunststoff, der vor allem zur Herstellung von Plastikflaschen benutzt wird. Obwohl er nahezu vollständig wiederverwendet werden kann, rutschen viele PET-Flaschen aus dem Wertstoffkreislauf heraus und verschmutzen so unsere Umwelt. Knowledge Cotton Apparel möchte alten Getränkebehältern ein neues Leben geben.

#10 Armedangels

Seitdem das Label Armedangels 2007 in Köln gegründet wurde, setzt es auf Nachhaltigkeit in der Produktionslinie, natürliche Materialien wie Baumwolle, Wolle oder Leinen sowie auf recyceltes PET. Darüber hinaus wird mit der Organisation Fair Wear zusammen gearbeitet, um sicherzustellen, dass alle an der Kollektion beteiligten Arbeiter, vom Designer bis zum Verkäufer, fair bezahlt werden.

Erhältlich sind die Klamotten sowohl für Männer als auch für Frauen.

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