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Apple HomePod, Google Home oder Amazon Echo?

HomePod, Amazon Echo oder Google Home? Wir helfen euch bei der Entscheidung!

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Anfang Juni kündigte Apple an, den Platzhirschen Amazon Echo und Google Home mit seinem HomePod Konkurrenz zu machen. Doch wo liegen die Unterschiede? Gibt es überhaupt ein besser oder schlechter?

Wir erinnern uns gerne noch an Klassiker wie HAL 9000 aus Stanley Kubricks Meisterwerk "2001: A Space Odyssey" oder an K.I.T.T. aus Knight Rider mit David Hasselhoff. Mittlerweile sind die Stimmen aus dem Computer in unsere eigenen vier Wände eingezogen und die großen Technik- und Internetriesen liefern sich ein Rennen um die beste Sprachsteuerung auf dem Markt.

#1 Gemeinsamkeiten

Auch wenn sich die Produkte der Technikriesen in Design- und Softwarefeinheiten unterscheiden, bestechen auf den ersten Blick die großen Gemeinsamkeiten der verschiedenen Geräte.

In allen Lautsprechern ist die hauseigene Spracherkennung verbaut und egal ob sie nun Siri, Assistant oder Alexa heißt: Sie regiert auf ein bestimmtes Schlüsselwort, bevor Befehle entgegengenommen werden. Die Mikrofone hören damit durchgängig bei jedem Gespräch mit und warten auf ihren Einsatz. Erst dann sollen Daten an die Unternehmensserver übermittelt und die Befehle verarbeitet werden. Inwieweit die Sicherheit der Software gewährleistet und ein Abhören möglich ist, lässt sich natürlich schwer sagen. Doch spätestens nach dem NSA-Skandal sollte jedem klar sein, dass ein mit dem Internet verbundenes Mikrofon stets Ziel von Abhörattacken werden kann.

Ins Netz gehen sowohl Apples HomePod, Amazons Echo sowie Echo Dot und Googles Home mit WLAN 802.11 a/b/g/n. So bietet 802.11n eine Übertragungsrate von bis zu 300 Mbit/s. Welches System im Gerät verbaut ist, variiert von Markt zu Markt und sollte vor dem Kauf beachtet werden. So ist 802.11a vor allem in den USA beliebt, verträgt sich aber nicht mit den hierzulande weit verbreiteten Standards „b“, „g“, und „n“.

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#2 Soundqualität

Klar, die Spracherkennung sollte bei smarten Lautsprechern im Vordergrund stehen. Doch jeder noch so perfekt verarbeitete Sprachbefehl wird mit mieser Klangqualität zunichte gemacht. Während Amazons Echo nur das Volumen des eigenen Gehäuses nutz, um den Klang der sechs Hochtöner und des Subwoofers hervorzuheben und "Google Home"-Nutzer sogar mit nur je zwei Hoch- und Tieftönern vorlieb nehmen müssen, setzt Apple von Haus aus auf ausgezeichneten Klang, wie Marketing-Chef Phil Schiller betont.

Und tatsächlich, erste Probe-Hörer geben der Soundqualität eine überaus positive Bewertung. Im Gerät sind sieben Hochtöner mit 360-Grad-Raumklang sowie ein 20 Millimeter großer Subwoofer verbaut. Mit Hilfe der sechs Mikrofone kann der HomePod nicht nur Spracheingaben wahrnehmen, sondern auch die Beschaffenheit der Umgebung erfassen und z. B. die Wand als Klangkörper nutzen. Ein kleiner Teilerfolg für die Kalifornier.

Im Video: Der Apple HomePod

Dennoch ist der HomePod sicher nicht die optimale Lösung in Sachen Klangqualität. Traditionell verzichtet Apple darauf, einen Anschluss externer Geräte möglich zu machen. Hier geht der Punkt ganz klar an Amazons Echo. Zugegebenermaßen lässt Amazons integrierter Lautsprecher in Sachen Klangqualität einige Wünsche offen. Jedoch kann der Nutzer beim Echo Dot selbst entscheiden, welchen Lautsprecher er anschließen möchte. So ist es problemlos möglich, hochwertige WLAN-Lautsprecher wie den Sonos Play:1 zu verbinden und perfekten Sound zu erleben.

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#3 Konnektivität und Smart Home

Amazon und Google bieten sowohl Android- als auch iOS-Nutzern die Möglichkeit, sich mit ihren smarten Lautsprechern zu verbinden. Apple ist nicht mit im Rennen um die Andoid-User und setzt auf AirPlay-System, mit dem Inhalte nur vom iPhone auf den HomePod übertragen werden können.

Auch der Anschluss eines externen Players an das Gerät, beispielsweise über ein AUX-Kabel, wird bei Apple höchstwahrscheinlich nicht unterstützt. Amazon bietet seinen Kunden einen solchen Ausgang, während Google ebenfalls darauf verzichtet und Inhalte nur aus dem Netz abgespielt werden können.

Die Integration des Lautsprechers ins Smart Home ist bei allen Anbietern kein Problem. Ist die eigene Wohnung beispielsweise bereits mit Apple HomeKit-kompatiblen Geräten ausgestattet, fungiert der HomePod als hauseigene Schaltzentrale. Heizung regulieren, Licht anschalten, Jalousien abdunkeln: Alles machbar mit der Spracherkennung. Durch die entsprechende Smart Home-App funktioniert dies auch von überall auf der Welt.

Doch auch hier schläft die Konkurrenz nicht und vor allem Amazon sticht hier hervor. Sie bieten Drittanbietern mit „Skills“, Apps für Echo und EchoDot, die Möglichkeit, Anwendungen auf Amazons Geräte zu bringen, sodass der Nutzer durch Downloadzahlen entscheiden kann, welche Apps nützlich sind und welche eben nicht. So bietet Amazon seinen Nutzern einen riesigen Mehrwehrt, ohne selbst großartig als Entwickler tätig werden zu müssen.

#4 Verfügbarkeit

Amazons Echo ist bereits seit Beginn des Jahres in Deutschland verfügbar, aktuell liegt der Preis bei rund 180 Euro. Google-Fans mussten sich nach der Markteinführung am 4. November 2016 in den USA ein Dreivierteljahr gedulden, doch nun ist die Wartezeit bald vorbei. Ab dem 8. August wird Google Home auch in Deutschland für 149 Euro verfügbar sein.

Deutsche Apple-Jünger schauen aktuell noch in die Röhre. Angekündigt ist der HomePod für Dezember 2017, jedoch erst in drei Ländern (USA, Großbritannien und Australien). Mit einer Markteinführung hierzulande ist, wenn überhaupt, erst in 2018 zu rechnen. Der Einführungspreis beträgt 349 US-Dollar. Damit ist Apple deutlich teuer als die Konkurrenz und genau hier könnten sich die Kalifornier verkalkuliert haben.

#5 Fazit

Eingefleischte Apple-Nutzer werden mit Freude auf den HomePod warten und sich auch das neueste Werk der Kalifornier ins Wohnzimmer stellen. Doch für alle anderen bietet der HomePod keinen wirklichen Mehrwehrt. Auch wenn die eingebauten Lautsprecher sicher ganz ordentlich sein werden, sollten alle, die sich nicht unbedingt auf eine Marke festlegen und neben dem Klang auch eine hochwertige Spracherkennung möchten, eine Kombination aus Amazon Echo Dot und einem ordentlichen WLAN-Lautsprecher in Betracht ziehen.

Wer heute schon ein einzelnes Gerät für den Einstieg möchte, sollte einen Blick auf Amazon Echo oder Google Home werfen und genau vergleichen, was wichtiger ist: Schickes Design, günstiger Preis oder der perfekte Klang. Hier noch mal die wichtigsten Fakten im Überblick:

Wer noch mehr zum Thema Smart Home und Datensicherheit wissen möchte, findet weitere Infos dazu oben im Video.

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