Julius Ise

5 Fitness-Mythen aufgeklärt

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In diesem Beitrag klären wir 5 Fitness-Mythen, die sich hartnäckig halten und immer wieder auftauchen. Gerade Fitness-Neulinge hören viele solcher „Tipps“ oder „Regeln“, von denen einige jedoch leider nicht der Wahrheit entsprechen.

Mythos 1: Kniebeugen sind schlecht für die Knie

Kniebeugen sind nur dann schlecht für die Knie, wenn man sie falsch ausführt. Dies gilt auch für alle anderen Grundübungen wie Kreuzheben oder Bankdrücken. Bevor man diese Übungen mit schwerem Gewicht ausübt, muss man die korrekte Technik beherrschen, um das Gewicht ohne Verletzungsrisiko bewegen zu können. Wenn die Technik stimmt, stärkt man mit Kniebeugen sogar die Knie und mit schwerem Kreuzheben stärkt man auch seinen Rücken und beugt Rückenbeschwerden vor.

Mythos 2: Ohne Muskelkater gibt es kein Muskelwachstum

Ein normaler Muskelkater ist ein gutes Anzeichen für ein intensives Training und hier wurden dann mit Sicherheit auch Wachstumsreize gesetzt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Training ohne nachfolgenden Muskelkater sinnlos war. Um einen Trainingsreiz zu setzten, ist kein Muskelkater am nächsten Tag nötig. Wichtig ist es, über einen längeren Zeitraum entweder das Gewicht oder die Anzahl der Wiederholungen zu steigern.

Über diese Progression wird der Körper neue Muskelfasern bilden und wachsen. Besonders wenn man eine Übung schon etwas länger macht, bekommt man hierbei kaum einen oder gar keinen Muskelkater. Wenn der Muskelkater sehr stark ist und über mehrere Tage bleibt, war das Training wahrscheinlich sogar zu intensiv und kann somit negativ für den Muskelaufbau sein.

Mythos 3: 1000 Sit-Ups führen zum steinharten Sixpack

Abs are made in the Kitchen“ – Auch wenn so viele Sit-Ups oder Crunches die Bauchmuskulatur stärken werden, wird man dadurch noch lange kein Sixpack bekommen. Der Sixpack kommt erst zum Vorschein, wenn man einen allgemeinem Körperfettanteil reduziert. Dies erreicht man am besten durch eine Diät bzw. bewusste Ernährung mit einem Kaloriendefizit.

Durch Krafttraining kann man den Kalorienverbrauch noch steigern. Sit-Ups verbrennen jedoch nicht speziell Bauchfett, daher sollte man am Besten den ganzen Körper trainieren und am Schluss noch 1-2 Übungen für den Bauch absolvieren. Jeder Mensch hat seine Fettpolster an unterschiedlichen Stellen und baut diese in einer beliebigen Reihenfolge auf oder auch wieder ab. Daher ist bei machen ein Sixpack schneller sichtbar als bei anderen.

Mythos 4: Kohlenhydrate nach 18 Uhr machen dick

Viel zu oft liest man noch „Keine Kohlenhydrate nach 18 Uhr“ als Diättyp in irgendwelchen Zeitschriften. Die Uhrzeit der Nahrungs- bzw. Kohlenhydrataufnahme spielt für eine erfolgreiche Diät jedoch keine Rolle. Wichtig ist es, dass man über den Tag verteilt weniger Kalorien zu sich nimmt als man verbraucht. Ob diese Kalorien dann morgens oder abends gegessen werden, hat keinen Einfluss auf die Diät. Für einen festen Schlaf und eine gute Regeneration empfiehlt es sich aber trotzdem, nicht direkt vor dem Schlafengehen eine große Mahlzeit zu essen. Dies gilt sowohl für Kohlenhydrate als auch für Salat und alles andere.

Mythos 5: Zum Abnehmen muss man Cardio machen

Vielen denken beim Thema Abnehmen sofort an Joggen bzw. Cardio. Natürlich verbrennt Cardiotraining Kalorien und kann den Fettstoffwechsel anregen. Dieser Effekt ist jedoch beim Kraft- und Intervalltraining noch höher. Den größten Erfolg wird man mit einem Intervalltraining wie dem HIIT haben. Dieses Training kostet weniger Zeit und ist gleichzeitig noch intensiver. Durch die hohe Intensität gibt es außerdem einen Nachbrenneffekt, wodurch man auch in der Zeit nach dem Training vermehrt Kalorien verbrennt.

Je mehr Muskeln man durch Krafttraining aufbaut, desto mehr Kalorien verbrennt der Körper zusätzlich im Ruhezustand. Cardio ist also nur eine von vielen Möglichkeiten, um ein paar zusätzliche Kalorien zu verbrennen.

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