Mann isst gesunden Snack im Fitntessstudio
Redaktion

Low-Carb oder Low-Fat: Was ist denn nun besser?

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Gerade hatte sich ein Trend zur Low-Carb Diät abgezeichnet, da stellt eine neue Studie bisherige Erkenntnisse in Frage: Die DIETFITS benannte Studie kommt zu dem Schluss, dass zwischen einer Low-Carb Diät und einer Low-Fat Diät innerhalb eines Jahres keine relevanten Unterschiede zu erkennen seien. Viel mehr sei eine ausgeglichene Ernährung entscheidend. Doch was bedeutet das für unsere Diät?

Gen-Analyse überflüssig

609 übergewichtige Probanden wurden für zwölf Monate in eine Low-Carb Gruppe und eine Low-Fat Gruppe eingeteilt und der entsprechenden Diät unterzogen. Das Ergebnis: Die Probanden der Low-Carb Gruppe nahmen durchschnittlich sechs Kilo ab, die der Low-Fat Gruppe 5,3 Kilo. Der Unterschied zwischen den randomisierten Gruppen ist statistisch nicht relevant, befinden die Forscher rund um den Engländer Christopher Gardner.
Doch die Studie geht noch weiter: Der neueste Trend, demzufolge eine Gen-Analyse den idealen Ernährungsplan für eine Diät ergibt, erweist sich als Luftschloss. Die Forscher konnten keinen signifikanten Vorteil eines Diätplans erkennen, der mit Hilfe einer individuellen Gen-Analyse erstellt wurde.

Ernährungstrends verwirren mehr als sie nützen

Die Ergebnisse der Studie werfen neue Fragen auf: Gehen die vielen Diättrends, die regelmäßig in Fachzeitschriften und Diätratgebern besprochen werden, am wirklichen Problem vorbei? Paul Walter, ehemaliger Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung, bestätigt: „Ständig neue Trends sorgen dafür, dass die Allgemeinheit verwirrt und verunsichert wird“. Er führt fort: „In der Regel vereinfachen Trends und führen dann zu falschen Aussagen“.
Das Problem ist nicht neu. Bereits in den 70er Jahren sorgte beispielsweise die Atkins-Diät für Aufsehen, als sie reichlich Fleisch und Eier anstelle von Brot und Kartoffeln auf den Ernährungsplan rief. Anschließend folgte die Low-Fat Welle. Im Jahre 2006 begründet eine weitere Studie dann die Low-Carb Welle. Forscher der Universität Basel stellten in der Studie fest, dass die Low-Carb Diät der Low-Fat Diät deutlich überlegen sei. Doch welcher Quelle sollte man angesichts der unklaren Sachlage trauen?

Ausgeglichene Ernährung ist am wichtigsten

Die Forscher der eingangs erwähnten DIETFITS Studie haben diesbezüglich eine klare Aussage: Der Schwerpunkt eines Ernährungsplans sollte auf einer qualitativ hochwertigen Ernährung liegen. Wer Weißbrot und frittiertes Fleisch durch Vollkornbrot und Gemüse ersetzt, scheint somit auf der richtigen Seite zu sein. Zudem sei die Gesamtzahl der Kalorien bedeutend, betonen die Forscher. Dies deutet zumindest auf einen vorsichtigen Umgang mit Fetten hin: Diese haben mehr als den doppelten Kaloriengehalt als Kohlehydrate. Und wer nachhaltig abnehmen will, der kommt um ausreichend Bewegung sowieso nicht herum, wie das SGE ergänzt.
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