Männer mit Bier
Laura Dehmelt

Bier macht offiziell schön(er)!

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Nach dieser Studie, die wir euch hier an dieser Stelle ans Bier-Herz legen möchten, bekommt der Ausspruch “muss ich mir erst schön trinken” eine vollkommen neue Daseinsberechtigung. Das gilt wahlweise auch für „Bier macht schön„.

Hol‘ mir mal ’ne Flasche Bier

Während vor dem ersten Bier noch alle züchtig beieinander sitzen, die Gespräche noch einigermaßen Sinn ergeben und das Flirtbarometer eher Eiszeit als Hitzewelle anzeigt, sieht das spätestens mit dem dritten ganz anders aus. Soweit, so gut. Schließlich ist der Fakt, dass Alkohol uns lockerer, lustiger und flirtwilliger macht nicht neu. Reine Erfahrungswerte, die über die Jahre angesammelt wurden.

Doch eine Studie aus der Schweiz hat genau das getestet und wissenschaftlich manifestiert. So können wir, wenn wir in Zukunft wieder etwas über die Strenge schlagen, einfach auf die Wissenschaft verweisen. Zeugt ja auch von viel mehr Anstand, als einfach zuzugeben, dass man randvoll ist.

(Die richtige Menge) Bier wirft alle Hemmungen über Bord

Obwohl viele Menschen Bier trinken und demnach auch mit den Auswirkungen vertraut sind, gibt es überraschenderweise kaum wissenschaftliche Daten zu eben diesen Effekten

So der Leiter der Studie, Michael Liechti. Aus diesem Grund trommelte man an der Uni Basel 60 Teilnehmer zwischen 18 und 50 zusammen und teilte sie in zwei Gruppen. Eine bekam normales Bier vorgesetzt, die andere Hälfte alkoholfreies Bier.

Untersucht wurde dabei, wie sich der Genuss von Bier auf die Wahrnehmung anderer Menschen sowie das eigene Verhalten zu und mit den Menschen auswirkt. Aus diesem Grunde mussten die Teilnehmer nach dem Genuss von jeweils (nur) einem halben Liter Bier verschiedene Gesichter sowie Situationen bewerten und sich auch einem Test zur sexuellen Erregung unterziehen. Überraschenderweise gab es in Bezug auf den dritten Punkt jedoch keinen Unterschied zwischen angetrunken und nüchtern.

Anders sah es da schon bei der Attraktivität der zu bewertenden Gesichter und Situationen aus. Hier ergaben sich durchaus Abweichungen, da die Biertrinker die ihnen gezeigten Gesichter und Situationen weitaus positiver – und attraktiver – bewerteten. Ähnlich verhält es sich auch mit eindeutig sexuellen Bildern. Auch diese konnten von den Angetrunkenen besser “ertragen” werden als von den nüchternen Teilnehmern. Ein Hinweis darauf, dass Bier also durchaus enthemmend wirkt.

Übrigens sprechen Liechti und seine Kollegen in ihrer Studie immer nur von einem Glas Bier! Wie sich die Studie entwickelt hätte, wenn sich die Biertrinker richtig hätten voll laufen lassen, steht auf einem anderen Blatt. Aber wir sagen trotzdem Prost!

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